Rhein-Pfalz Kreis Gemeinderat: Kritik an Kosten für Ernst-Roth-Kita

Bobenheim-Roxheim. Der Gemeinderat hat die zwei Aufträge für den Bau einer Kindertagesstätte in der Ernst-Roth-Straße vergeben. Deren Volumen von mehr als 1,6 Millionen Euro löste im Rat Kritik an der Entscheidung aus, die Kita in Modulbauweise zu bauen.
Die Ausschreibung hat ergeben, dass die Erd-, Entwässerungs- und Betonarbeiten von der Firma Gerharz aus Bad Kreuznach (135.600 Euro) und die Errichtung des Gebäudes ab der Bodenplatte von KIP Fertigbau in Dülmen (knapp 1.495.000 Euro) am günstigsten ausgeführt werden. In Summe sind das 162.000 Euro mehr, als ein Planungsbüro berechnet hatte. Vor der Abstimmung am Mittwochabend sagte Wolfgang Müsel (FWG): „Ich vermute, dass uns eine Massivbauweise nun doch günstiger gekommen wäre als die Modulbauweise.“ Ähnlich äußerte sich Jürgen Martin (CDU), der sich später der Stimme enthielt, während alle anderen Ratsmitglieder mit Ja votierten. Für die modulare Holzständerbauweise hatte sich der Rat entschieden, weil sie schneller ist und das Land als Zuschussgeber eine recht kurze Frist für die Fertigstellung gesetzt hatte – auch hinsichtlich des Neubaus der Kita Löwenzahn. Später wurde die Frist um ein Jahr verlängert. Müsel und Martin sind der Meinung, dass man auf eine stabilere und langlebigere Bauweise hätte umschwenken sollen, als die Fristverlängerung kam. Der CDU-Mann hatte eine Umplanung vorgeschlagen, was aber mehrheitlich abgelehnt worden war. CDU-Fraktionschefin Sylvia Lobocki sagte am Mittwoch, sie sehe das ähnlich, doch sei es müßig, „über verschüttete Milch“ zu diskutieren. Bauamtsleiter Sebastian Schreider verteidigt das Festhalten an der Modulbauweise. Die Planungen dafür seien schon zu weit fortgeschritten gewesen, als die Gemeinde den Aufschub gewährt bekommen habe, sagte er gestern auf Anfrage. Zudem gefährdeten Verzögerungen beim Ernst-Roth-Bau den Zeitplan für den Löwenzahn-Bau. Weiter gibt Schreider die deutlich steigenden Preise im Baugewerbe zu bedenken. |ww