Bobenheim-Roxheim Gemeinde vertraut Deutsche Glasfaser nicht

Weil es anderswo Probleme gibt, hat sich Bobenheim-Roxheim nicht für die Deutsche Glasfaser entschieden.
Weil es anderswo Probleme gibt, hat sich Bobenheim-Roxheim nicht für die Deutsche Glasfaser entschieden.

Nicht leicht hat sich der Gemeinderat in Bobenheim-Roxheim in der jüngsten Sitzung damit getan, welcher Glasfaser-Anbieter für einen Netzausbau den Zuschlag erhalten soll. Zwei Kandidaten standen noch zur Auswahl: Deutsche Glasfaser und Deutsche Giganetz. Beide würden nicht das gesamte Gebiet der Gemeinde abdecken. So fehlen bei der Deutschen Giganetz die Aussiedlerhöfe Bobenheim-West, die Gutenbergstraße 29 und Kräppelweg Aussiedlerhof. Deutsche Glasfaser hingegen würde aufgrund von Mitbewerberin Telekom, die im Pfalzring, in der Trifelsstraße, der Königsberger Straße und der Breslauer Straße ebenfalls Kunden anwirbt, dort nicht aktiv werden. Die Glasfaser wäre wohl aber der günstigere Anbieter und würde bereits mit einer Abschlussquote von 30 Prozent mit den Arbeiten beginnen (Giganet 33 Prozent).

Dennoch hatte sich Verwaltungsmitarbeiter Jens Glaser im Rat eher für die Deutsche Giganetz ausgesprochen. „Sie gehen sehr proaktiv auf uns zu, wir fühlen uns dort besser aufgehoben“, so Glaser. Mehrere Ratsmitglieder machten zudem auf Medienberichte aufmerksam, die über Ärger mit der Deutschen Glasfaser in anderen Gemeinden und Landkreisen informiert hatten. CDU-Fraktionsmitglied Michael Remmele sagte, man hätte „kein gutes Gewissen“ bei einer Zustimmung zur Deutschen Glasfaser. Mit 22 Ja-Stimmen, eine deutliche Mehrheit, beschloss der Rat letztlich, die Verwaltung damit zu beauftragen, eine Kooperationsvereinbarung mit der Deutschen Giganetz GmbH zu unterzeichnen.

Bei Rückfragen aus dem Rat zur geplanten Dauer des Ausbaus informierte Glaser, dass die bisher angegebenen Werte beider Anbieter (etwa zwei bis zweieinhalb Jahre) bereits veraltet seien. Dies müsste nun neu kalkuliert werden.

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