Bobenheim-Roxheim Gemeinde denkt über Wald-App für Altrheinpfad nach

Der Altrhein in Bobenheim-Roxheim ist etwas Besonderes. Deshalb soll dort ein Naturerlebnispfad ausgewiesen werden.
Der Altrhein in Bobenheim-Roxheim ist etwas Besonderes. Deshalb soll dort ein Naturerlebnispfad ausgewiesen werden.

Um einen Naturlehrpfad am Altrhein einzurichten, wird die Gemeinde Bobenheim-Roxheim möglicherweise mit der Firma Udata zusammenarbeiten. Sie entwickelt Apps fürs Smartphone, mit denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf Entdeckungsreise in den Wald gehen und etwas über Bäume, Natur und Klima lernen können.

Bauabteilungsleiter Thomas Krauß stellte das Konzept am Mittwoch im Umweltausschuss vor, dessen Mitglieder recht angetan schienen. Krauß hatte sich der Sache angenommen, dass die Bürgervertreter im Altrheingebiet gern einen Naturerlebnispfad ausweisen würden. Im Gespräch waren zunächst Schilder oder Tafeln, auf denen beispielsweise der in Bobenheim-Roxheim angesiedelte Biber zum Thema gemacht wird.

Bei einem Spaziergang im Gommersheimer Wald bei Edenkoben hat sich Krauß dann aber vom Produkt des Neustadter Umweltunternehmens Udata begeistern lassen. Mit ihm wird die Natur bestimmter Gebiete über eine App, die der Spaziergänger auf sein Handy lädt, interaktiv und spielerisch erfahrbar. Der Nutzer kann auf seinem Weg Missionen erfüllen, zum Beispiel den Durchmesser eines bestimmten Baums schätzen. Die App ermittelt dann, wie viel Kohlenstoff in diesem Baum gespeichert ist.

Mit dem Handy QR-Codes scannen

Das Ganze funktioniert laut Krauß mit GPS und in Verbindung mit QR-Codes auf Schildern, die an besonderen Stellen aufgestellt werden. So lassen sich viel mehr und teils auch andere Umweltinformationen vermitteln als mit herkömmlichen Lehrpfadschildern. Der Bauamtsleiter denkt da unter anderem an Vogelstimmen. Die sogenannte Wald-App könne die Gemeinde durchaus erweitern, sodass sie auch für Spaziergänge im Ort zu nutzen sei, so Krauß.

Die Umweltbeauftragte Nicole Born und SPD-Ausschussmitglied Manuel Hettmannsperger wiesen darauf hin, dass es für Exkursionen mit Kita- und Grundschulkindern nicht so sinnvoll sei, diese mit Handys durch die Natur zu führen. Für diese Zielgruppe müsse es also zusätzlich analoge Erklärmöglichkeiten geben. Der Ausschuss befürwortete es, für das Projekt 30.000 Euro in den Gemeindehaushalt aufzunehmen und den Gemeinderat die Entscheidung treffen zu lassen.

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