Rhein-Pfalz Kreis Geheime Uferhöhle gesucht

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Mal sehen, ob es der Bachforelle in der renaturierten Isenach bei Lambsheim gefällt: Die Sportangler haben 100 Fische im Frühjahr ausgesetzt und hoffen, dass viele bis nächstes Jahr herangewachsen sind. Denn die Forelle fühlt sich nur in sauberem und sauerstoffreichem Wasser wohl.

Wer an der renaturierten Isenach bei Lambsheim ins Wasser späht, kann sie vielleicht sehen: Die schlanken torpedoförmigen Bachforellen mit ihren auffälligen roten Tupfen auf den Flanken, die scheinbar mühelos mit dem Kopf stromaufwärts in dem Flüsschen auf einer Stelle verharren. Seit diesem Jahr leben dort wieder einige Exemplare, weil die Lambsheimer Sportangler Anfang Mai Bachforellen ausgesetzt haben. Damals waren sie noch zwölf Zentimeter klein, im nächsten Jahr könnten sie bis zu 20 Zentimeter groß sein, meint Pressewart Ralf Kopecek. „Wenn sie nächstes Jahr noch da sind, dann war unser Einsatz erfolgreich.“ Bis zu einem Kilo schwere und 70 Zentimeter große Exemplare lebten schon früher am Mühleneinlauf der Isenach, die Umsiedlung während des Umgestaltens des Bachbetts ist ihnen jedoch nicht bekommen. „Die ersten waren schon nach einer Stunde nach dem Umsetzen in den Ochsengraben tot“, sagt Kopecek. Von Europa aus wurde die Bachforelle (Salmo trutta fario) während der britischen Kolonialzeit im 19. Jahrhundert weit verbreitet, bis nach Amerika, dem Nahen Osten und Nordafrika. In Deutschland zählt sie inzwischen zu den bedrohten Arten, weil sie sehr sauberes, sauerstoffreiches und kühles Wasser benötigt. Auf Verschmutzungen reagiert sie empfindlich. Und in begradigten Flüssen findet sie nicht genügend Verstecke in untergrabenen Uferböschungen oder überhängenden Wurzeln. „Die Werte in der Isenach sind in Ordnung“, sagt Kopecek. Er hofft, dass die Forelle im renaturierten Bach eine Heimat findet, der sie treu bleibt – sonst wandert sie ab. Mit ihrer starken Schwanzflosse kann sie auch Hindernisse bewältigen, wenn sie zum Laichen stromaufwärts schwimmt. Obwohl die Bachforelle bedroht ist, kommt sie häufig vor, weil Angler gerne kleine Flüsse mit ihr besiedeln. „Ich freue mich immer, die Fische im Bach zu entdecken“, sagt Kopecek. Spaziergängern geht das ähnlich. Dazu kommt: Der fettarme Fisch ist nicht nur lecker zu essen, sondern auch eine Herausforderung beim Angeln. Die Forelle kann sehr gut sehen und verhält sich äußert vorsichtig. Sieht sie einen Schatten am Ufer, glitzert eine Rute oder wurde eine Angel schon einmal ausgeworfen, verschwindet sie schnell in ihren geheimen Verstecken. Vor allem wildgewachsene, große und erfahrene Exemplare sind daher schwer zu erwischen. Sie können meist mehr als zehn und manchmal bis zu 18 Jahre alt werden, heißt es. Es wurde schon von über 15 Kilo schweren und ein Meter langen Tieren berichtet, meist werden sie jedoch etwa 30 Zentimeter groß und 500 Gramm schwer. Wie stark Forellen wachsen, hängt von ihrem Lebensraum, von der Größe des Bachs, von der Temperatur und vom Nahrungsangebot ab. Die Bachforelle frisst Krebstiere, Schnecken und Insekten, kann auch nachts kleine Fische jagen oder wartet ab, was von der Strömung vor ihr Maul geschwemmt wird. Gefressen wird, was mit wenig Aufwand verfügbar ist. Die Serie Oben paddeln Enten, Schwäne und Badegäste – aber was schwimmt unten? In unserer Serie „Abgetaucht“ stellen wir einige Bewohner in den Tiefen der Baggerweiher und Bäche sowie des Altrheins vor. Von Aal bis Zander erzählen uns Angler von heimischen Fischen. |jel

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