Hessheim RHEINPFALZ Plus Artikel Gefahrenabwehr Süd-Müll: Feuerwehr wird selbst aktiv

Foto vom Feuerwehreinsatz 2016 im Heßheimer Sondermülllager. Damals brannten Batterien.
Foto vom Feuerwehreinsatz 2016 im Heßheimer Sondermülllager. Damals brannten Batterien.

Ihrem Ziel, einen neuen Gefahrenabwehrplan für Einsätze im Heßheimer Sonderabfall-Zwischenlager zu bekommen, ist die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim ein ganzes Stück näher gekommen. Voraussichtlich wird der Einsatzplan sogar unter ihrer Federführung erstellt.

Es scheint in bisschen gedauert zu haben, bis es bei der Rhein-Pfalz-Kreis-Verwaltung klick gemacht hat. VG-Bürgermeister Michael Reith (SPD) hatte mehrfach an den Kreis geschrieben und irgendwann einen Satz fett hervorgehoben: „... möchten wir nun aktiv diesen Prozess anstoßen und uns auch maßgeblich mit einbringen“. Gemeint ist der Prozess, den 2008 ad acta gelegten externen Alarm- und Gefahrenabwehrplan für das Sonderabfall-Zwischenlager der Firma Süd-Müll neu aufzulegen.

Der ist zwar nicht zwingend notwendig, wie der Kreis als für Brand- und Katastrophenschutz zuständige Behörde betont, aber Bürgermeister, Feuerwehrleute und Einwohner von Heßheim würden vermutlich ruhiger schlafen, wenn schwarz auf weiß geschrieben stände, was zu tun ist, wenn es auf dem Teil der Heßheimer Deponie wieder zu einem Störfall kommt. Zuletzt hat es dort am 1. Oktober gebrannt, knapp zwei Jahre zuvor waren zwei Mitarbeiter beim Hantieren mit Chemikalien zu Tode gekommen.

Erstes Arbeitstreffen noch in diesem Monat

Basis eines solchen Notfallplans für (vor allem) die Feuerwehr sind Informationen, die das Unternehmen zur Verfügung stellen muss und offenbar auch zur Verfügung gestellt hat. Und nachdem vergangene Woche klargestellt wurde, dass die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd nicht erst noch zuarbeiten muss, um den Plan zu erstellen, ist jetzt der Kreis am Zug. Das brauche halt Zeit, sagte Landrat Clemens Körner (CDU) am Dienstag.

Um die Sache abzukürzen, bietet ihm Michael Reith an, denjenigen machen zu lassen, der schon den bis 2008 geltenden Gefahrenabwehrplan erstellt hat: den ehemaligen Wehrleiter Reiner Geiger. Das wurde im Kreishaus jetzt wohl richtig verstanden. Laut Bürgermeister Reith soll ein erstes Treffen in Heßheim noch im Oktober stattfinden.

x