Rhein-Pfalz Kreis Gefahr beseitigt

Schifferstadt. Georg Spang steht vor einem Stapel Baumstämme. „Das macht dem Förster auch keinen Spaß“, sagt der Schifferstadter Förster. Hier am Ortsausgang Richtung Speyer mussten über 40 Bäume gefällt werden, darunter Eichen und Hainbuchen sowie Robinien und Pappeln. Sie alle waren nicht mehr gesund.
Äste der kranken und teilweise schon toten Bäume drohten, auf Weg und Fahrbahn herab zu stürzen. Es bestand Gefahr für Fußgänger und Radfahrer an dem stark genutzten Weg. „Wenn die Kronen sich zurückbilden, sind die Wurzeln schon stark geschädigt“, erklärt Spang, die Bäume seien dann nicht mehr standfest. Das Stammholz wird jetzt als Brennholz verwertet, die Äste werden zu Hackschnitzeln. Insgesamt erwartet Spang aus dem Verkauf Einnahmen von rund 800 Euro. Dem gegenüber stehen Kosten von 9000 Euro für den Holzeinschlag. Dazu kommen noch Kosten für die Aufforstung. Wie Spang berichtet, soll hier wieder Wald wachsen. Geplant sei, einige Eichen zu pflanzen und viel Wildobst, das einen schönen Anblick in der Blütezeit biete. Pappeln und Robinien, die hier standen, seien für den Wegesrand nicht geeignet, da diese Sorten oft von innen faulten und dann nicht mehr standfest seien. Die Fällarbeiten seien von der beauftragte Firma zügig in fünf Stunden erledigt worden. Erfreulich sei gewesen, dass Radfahrer und Fußgänger sich an die Absperrungen gehalten haben. Weitgehend abgeschlossen seien die Arbeiten entlang der Dudenhofener Straße. Auch hier mussten zur Verkehrssicherung Bäume entfernt werden. Zudem drohte hier die Gefahr, dass herabfallende Baumteile die Oberleitung der Bahn beschädigten. Laut Spang sei ein Vertreter der Bahn vor Ort gewesen und habe einige zusätzliche Stellen gezeigt, wo vorsorglich Bäume gefällt oder beschnitten werden sollten. Schwierig sei es gewesen, eine große alte Eiche klein zu bekommen. Sie konnte nicht gefällt werden, weil sie sonst die Stromleitung heruntergerissen hätte. Stattdessen musste sie – von oben beginnend – stückweise abgesägt werden. Voraussichtlich Anfang übernächster Woche werden die Arbeiten an der Waldseer Straße beginnen. Hier müsse mit Behinderungen gerechnet werden. Da die Arbeiten unmittelbar an der Straße stattfinden, werde man den Verkehr mit einer Ampelanlage regeln und es könne zu kurzen Vollsperrungen kommen. Auch hier werde der Eingriff deutlich sichtbar werden. „Das wird erst mal schlimm aussehen“, sagt Spang. Aber auch hier werde wieder aufgeforstet. (ghx)