Speyerer Umland Gartenliebhaber öffnen ihre Türen
Am 26. Juni können sich Pflanzenliebhaber von 10 bis 18 Uhr in ganz unterschiedlichen Anlagen Inspirationen für den eigenen Garten holen. Oder sie können sich einfach nur eine kleine grüne Auszeit gönnen. Erstmals werden nach Angaben des Verbands mehr als 200 Gärten im Saarland, in Rheinland-Pfalz und angrenzenden Gebieten geöffnet haben. 275 Gartenbesitzer freuen sich auf Besucher, denen sie ihr „kleines Paradies“ zeigen dürfen.
In der Verbandsgemeinde Rheinauen machen gleich 16 Gartenliebhaber mit. Mit dem Aktionstag möchte der Verband die Wertschätzung für die Gartenkultur fördern und für den Erhalt artenvielfältiger, liebevoll gestalteter Gärten werben. Nebenbei werden Kunst, Musik, Literatur und Theater eine Rolle spielen. Das Chawwerusch-Theater macht den Anfang am Samstag, 25. Juni, um 20 Uhr im Römerhaus Altrip.
Kirch- und Obstgarten
über 20 Jahren gibt es die Aktion „Offene Gartentür“. In dieser Zeit haben die Teilnehmer immer mal wieder gewechselt. Urgesteine sind Alois Nieser mit seinem Rosenparadies auf rund 800 Quadratmetern am Ortsrand von Waldsee und der Obst- und Gartenbauverein Schwegenheim mit seinem waldnahen Kräutergarten. Bei Eckhard Bachert in Altrip gibt es am Sonntag das älteste Haus im Dorf zu sehen, das von einen efeuumrankten Innenhof mit altem Brunnen geprägt ist. In Martin Adamers reich blühenden Naturgarten beeindruckt der große Bienenbaum.
Ein großer Teich dominiert dagegen den Garten von Irmgart und Dieter Neugebauer. Er wird von Amphibien bewohnt und ist von einer artenreichen Blühwiese umgeben. Was auf kleiner Fläche alles wachsen kann, zeigt Sigrid Harmgart in ihrem Staudengarten mit Teich, Brunnen und Trockenbeeten. Der Hausgarten mit vielen Rosen von Susanne Wolf-Kaschubowski ist im Gegensatz dazu groß. Am Eingang lädt ein Naturzaun aus Weiden und integrierter Landart die Besucher zum Eintreten ein.
„Hier darf alles wachsen“
Im Garten der Familie Feth in Otterstadt spielt ebenfalls der Zaun eine Rolle. Die Inhaber eines Garten- und Landschaftsbaubetriebs vertreiben einen Gabionenzaun, der sich bepflanzen lässt, und informieren über diese „grüne Wand“. In der Gemeinde sind außerdem die naturbelassenen Gärten von Horst Kuhn und Thomas Horn zu besichtigen. Beide handeln nach dem Prinzip: „Hier darf alles wachsen.“ Vielfalt mit mediterranem Einschlag bietet der Kirchgarten am katholischen Gotteshaus Mariä Himmelfahrt. Dort wachsen Weintrauben, Feigen, Granatäpfel und Oliven.
In Neuhofen öffnet ebenfalls der katholische Kirchgarten, der ein Insektenparadies ist, seine Pforten. Der Garten von Diethelm Braun besticht dagegen durch seine wild romantische Atmosphäre. Zurück nach Waldsee: Dort gibt nicht nur Rosenliebhaber Alois Nieser Gartentipps, sondern auch Beate Guttenbacher, die einen weitläufigen Bauerngarten mit Nutz- und Zierbereich pflegt. Stefanie und Klaus Zickgraf bewirten die Gäste mit selbst gemachten Fruchtaufstrichen und zeigen ihr naturnahes Paradies an einem ehemaligen Bauernhaus. Simone und René Rölls Garten bietet eine Außenküche und ein Kinderhaus und erinnert mit seinem Teich an einen kleinen Park.
Teilnehmer
- Altrip: Martin Adamer, Schillerstraße 46 / Eckhard Bachert, Römerstraße 1 / Sigrid Harmgart, Bergwartsteinstraße 15 / Irmgart und Dieter Neugebauer, Parkstraße 14 / Susanne Wolf-Kaschubowski, Bezirksstraße 10.
- Neuhofen: Diethelm Braun, Ringstraße 21b / Kirchgarten, Schillerstraße 4 / Helmut Spindler, Freiligrathstraße 19.
- Otterstadt: Bibelgarten an der katholischen Kirche am Königsplatz / Jennifer und Manfred Feth, Lindenstraße 48 / Thomas Horn, Friedhofstraße 4 / Horst Kuhn, Schlittweg 9.
- Waldsee: Beate Guttenbacher, Grabengasse 15 / Alois Nieser, Am Brünnel 1 / Simone und René Röll, Akazienstraße 20 / Stefanie und Klaus Zickgraf, Schulstraße 11.
- Schwegenheim: Obst- und Gartenbauverein, Oberer Waldacker.
Info
Alle offenen Gärten am Aktionstag sind im Internet auf www.gartenbauvereine.de aufgeführt.