Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Friedwald: Autofahrer fahren Schlagloch-Slalom

Teilweise mehrere Zentimeter tief: die Schlaglöcher.
Teilweise mehrere Zentimeter tief: die Schlaglöcher.

Der Friedwald bei Dudenhofen gilt als beliebte letzte Ruhestätte. Der große Zuspruch hat aber auch seine Schattenseiten. Es gibt Kritik am Zustand der Zufahrt und den Parkplätzen.

Herbert Nord aus Dudenhofen besucht regelmäßig seine Frau im Friedwald am Ortsrand. „Sie ist voriges Jahr verstorben, wir waren 65 Jahren verheiratet“, sagt Nord über seine Gattin. Der 86-Jährige nutzt für den Weg hinaus in den Wald das Auto. „Mit dem Fahrrad wäre mir die Strecke unmöglich zu fahren“, sagt der Senior. Der Grund sind die vielen Schlaglöcher, die sich auf der Zufahrt zu Andachtsplätzen sowie den Parkplätzen befinden. Nord wundert es, dass dort noch keine Autoachse gebrochen ist angesichts der Vielzahl der Schlaglöcher und deren Tiefe.

Der Friedwald ist stark frequentiert. Das Bestattungsgebiet bei Dudenhofen umfasst nach Angaben der Betreiber-GmbH knapp 54 Hektar. Derzeit stünden dort etwas mehr als 3000 Bestattungsbäume zur Verfügung. An jedem Baum befinden sich durchschnittlich 12 Grabplätze. Laut Friedwald GmbH haben sich seit Eröffnung im April 2008 13.750 Menschen für die letzte Ruhe unter einem der Bäume entschieden. Davon wurden 6540 Menschen bereits beigesetzt (Stand Juni 2024). Die Betreiber-GmbH ist mit der Nachfrage sehr zufrieden. „Der Friedwald Dudenhofen ist gut in der Region bekannt und hat sich als Alternative zum Friedhof etabliert“, sagt Pressesprecherin Franziska Bittel.

Auf dem Parkplatz am Andachtsplatz 2: mehrere nebeneinanderliegende Schlaglöcher.
Auf dem Parkplatz am Andachtsplatz 2: mehrere nebeneinanderliegende Schlaglöcher.

Je mehr Autos, desto mehr ausgefahrene Schlaglöcher

Herbert Nord kann den großen Zuspruch und den damit einhergehenden Publikumsverkehr bestätigen. Für Bestattungen kommen die Menschen mit dem Auto von überall her. Für den Zustand der Zufahrt und den Parkplatz sei das nicht förderlich. „Je mehr Fahrzeuge dort fahren, je mehr werden die Schlaglöcher ausgefahren. Wenn noch Regen dazukommt, werden die Löcher zusätzlich ausgespült“, berichtet Nord. Er wünscht sich mehr Pflege seitens der Verantwortlichen. Eine Asphaltdecke sei nicht notwendig, findet der 86-Jährige. Er würde sich bereits damit zufrieden geben, wenn die Löcher regelmäßig verfüllt werden.

Die Friedwald GmbH und die Gemeinde erläutern auf Anfrage, dass ihnen und dem Forstamt die Problematik bekannt sei. Laut den drei Partnern ist eine Lösung in Sicht. Friedwald-Sprecherin Bittel und Verwaltungsmitarbeiter Mathias Eichberger berichten, dass bereits eine Ausschreibung zur Ausbesserung der Zufahrt laufe. „Wir rechnen damit, dass der Weg im Oktober 2024 repariert wird. Der genaue Zeitpunkt ist abhängig von der Witterung – es braucht eine längere Trockenphase – und der Auftragslage der entsprechenden Firmen“, erklärt Bittel.

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