Rhein-Pfalz Kreis Forstausschuss: Brennholzpreise bleiben stabil

Schifferstadt. Der Bericht des Landesforstamts über Zustand und Zukunft des Schifferstadter Waldes ist im Forstausschuss wohlwollend zur Kenntnis genommen worden. Bei der jüngsten Sitzung hatten einige Ausschussmitglieder zusätzliche Fragen, zu denen der Sachverständige Joachim Kuntz dann Erläuterungen gegeben hat.
Der Bericht lobt die Schifferstadter Forstwirtschaft (wir berichteten). Der Wald werde mit der gebotenen Rücksicht genutzt, stets sei der Holzzuwachs größer als die Ernte. Den Verantwortlichen, die sich um die Pflege der Eichen gekümmert haben, wollte Kuntz sogar „ein Denkmal setzen“. Im Auge behalten müsse man die amerikanische Roteiche, die sich wie Unkraut ausbreite und ökologisch wertvollere heimische Arten verdränge. Karen Lill (FDP) schlug vor, die Roteichen, solange sie noch klein sind, auszureißen. Laut Förster Georg Spang sei das nicht möglich, der Aufwand zu hoch und die Wurzeln zu tief. Zudem würden größere und verwertbare Roteichen geschlagen, denn mit guter Holzqualität lasse sich bis zu 400 Euro pro Festmeter verdienen. Kuntz empfahl, den derzeitigen Anteil der Roteichen von zwölf Prozent des Baumbestands langfristig zu halten. Wichtig sei, die Roteiche vor ihrer Vermehrungsfähigkeit zu ernten, betonte Siegfried Filus (Grüne). Als Beispiel für das Ersetzen der Roteiche nannte Spang das Neuwieser Eck, wo er nach dem Sturm Xynthia rund 3,5 Hektar mit jungen Bäumen bepflanzte. Bernhard Kukatzki (SPD) fragte nach der Bedeutung der Buche, die in historischen Berichten als der typische Baum germanischer Wälder genannt werde. Kuntz erklärte, dass diese in der Rheinebene kein Hauptbaum sei. Der Förster versicherte, Buchen nach Möglichkeit zu erhalten. Pläne, die wertvollen Eichen auf kleineren Kahlschlägen wieder anzusiedeln, seien schwer vermittelbar. „Wir haben das im Mutterstadter Wald auf 0,4 Hektar versucht und es gab in der Bevölkerung einen riesigen Aufschrei und Beschwerden über die angeblich so brutale Forstwirtschaft“, sagte Spang. Geplant sei, im Laufe des Jahres 200 Eichen zu pflanzen. Die Kosten schätzte Spang auf rund 10.000 Euro pro Hektar. Die Brennholzpreise im Schifferstadter Wald bleiben laut Spang stabil bei 40 Euro für den Festmeter Polterholz. In benachbarten Revieren werde aufgrund der hohen Nachfrage und knappen Ressourcen mehr verlangt. Die Vorräte in Schifferstadt seien aber ausreichend, wie auch Kuntz bestätigte. (ghx)