Rhein-Pfalz Kreis Fordern und Fördern

„Es muss bei einem ,Klick’ machen“, sagt Timo Bernards (22). Er ist einer von 54 Heranwachsenden, die über das Jugendförderprojekt „Vemia – Perspektive Ausbildung Vorderpfalz“ aus dem Dienstleistungszentrum Handwerk in ein Ausbildungs- oder sogar Arbeitsverhältnis gekommen sind. Jetzt wurde Bilanz gezogen.
Das Jugendförderprojekt, das vom 1. September 2014 bis zum 31. August 2015 lief, war für Bernards ein Sprungbrett. Davor habe er nach seinem Schulabbruch mit 16 Jahren „einiges ausprobiert, aber nichts so richtig ernsthaft“. Immerhin habe er in der Zwischenzeit den Hauptschulabschluss nachgeholt und sei ins Vemia-Programm gerutscht. Hier wurden er und weitere 167 Teilnehmer gefordert und gefördert. „Alle machen einen Eignungstest und werden dann gezielt für Praktika an Betriebe vermittelt“, erklärten die Projektbetreuer Christian Mohr und Tino Steiger. Dabei seien die Betriebe in Ludwigshafen, Frankenthal, Speyer und dem Rhein-Pfalz-Kreis handverlesen. „Wir brauchen Betriebe mit einer gewissen Toleranzgrenze“, denn trotz Hauptschulabschluss seien selten Noten aus der Premiumklasse dabei“, verdeutlichte Rainer Lunk, Hauptgeschäftsführer im Dienstleistungszentrum Handwerk. Unternehmer Klaus Hemmer ist zufrieden: „Uns kommt es weniger auf die Noten an, als auf das handwerkliche Geschick. Außerdem wollen wir sehen, dass die Leute auch wirklich wollen.“ Er ist froh über seinen neuen Azubi Timo Bernards. Auch bei 53 weiteren jungen Leuten hat es „Klick“ gemacht, sie sind in einer Ausbildung oder sogar in einer Festanstellung. 15 Verträge wurden wieder aufgelöst. „Die Gründe waren individuell verschieden“, sagte Steiger. Mit 48 wurden in Ludwigshafen die meisten vermittelt. Frankenthal (10), Speyer (3), und der Rhein-Pfalz-Kreis (8) landeten dahinter. 39 Berufsbilder standen zur Auswahl. (env)