Dannstadt-Schauernheim Flüchtlinge: SPD will mehr Informationen zu Willkommenszentrum
„Wir als SPD halten es für sehr wichtig, anderen Menschen zu helfen, die aus Krisen- und Kriegsgebieten flüchten oder aus anderen Gründen politisch verfolgt werden“, das stellt die SPD in ihrer Stellungnahme gleich an den Anfang, um dann doch ein paar „aber“ hinterher zu schicken. „Die Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass mit der Unterbringung für die Bevölkerung und die Verwaltung größere Herausforderungen und Belastungen entstehen können“, heißt es in dem Schreiben. Diese seien wohl kaum vergleichbar mit dem, was Geflüchtete erleben mussten. „Als politische Mandatsträger und als Partei ist es jedoch unsere Aufgabe transparent vorzugehen, die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig zu beteiligen (...). Dies ist für die Akzeptanz von politischen Entscheidungen äußerst wichtig.“ Die SPD moniert, dass nicht nur sie, sondern auch die Gemeindespitze nur unzureichend über das Vorhaben informiert worden sei und fordert von Landrat Clemens Körner (CDU) „eine Erklärung und die Beteiligung der örtlichen Verantwortlichen“.
Körner hatte das Thema Willkommenszentrum und Havita-Anmietung mit in eine Bürgermeisterdienstbesprechung genommen und eine Führung vor Ort angeboten. Die Dannstadt-Schauernheimer Politiker fühlen sich trotzdem unwissend und monieren vor allem, nichts davon gewusst zu haben, dass die Pläne so konkret sind. Der Kreis hofft, den Mietvertrag dieser Tage unterschreiben zu können. Im Havita-Gebäude sollen Zimmer für Gruppen von vier bis fünf Personen entstehen. Es soll eine Art Kindergarten geben. Rückzugsräume. Für die Erwachsenen werden die ersten Deutschstunden und Schulungen für die Dinge des alltäglichen Lebens angeboten. Nach vier Wochen Eingewöhnung kommen die Geflüchteten in die Kreisorte, denen sie zugeteilt sind.