Dudenhofen / Harthausen RHEINPFALZ Plus Artikel Figurenaktion: Initiatoren ziehen Bilanz

Werben mit Figuren für Tempo 30: Eltern und Kinder.
Werben mit Figuren für Tempo 30: Eltern und Kinder.

Die Figurenaktion, mit der in Dudenhofen und Harthausen für einen sicheren Kita- und Schulweg geworben wurde, ist am Wochenende zu Ende gegangen. Der initiierende Ortsverein Dudenhofen zieht ein gemischtes Fazit.

In den vergangenen fünf Monaten haben rund 100 Figuren an öffentlichen Plätzen in Dudenhofen und Harthausen für mehr Verkehrssicherheit geworben. Autofahrer sollten damit ermuntert werden, langsam zu fahren. Nun sind sie abgebaut worden und ziehen in private Vorgärten um. Wie Manfred Hick vom Ortsverein Dudenhofen und Johann Kilian von der Bürgerinitiative „Ruhe statt Lärm“ berichten, sind Kinder und Eltern sowie die beiden Ortsbürgermeister Jürgen Hook (SPD) und Harald Löffler (CDU) am Samstag zusammengekommen, um die Aktion zu beschließen.

Es gibt mehrere Gründe, warum die Figuren von den gemeindeeigenen Flächen entfernt wurden. Zum einen soll ein Gewöhnungseffekt vermieden werden, zum anderen hat die Verbandsgemeindeverwaltung die Aktion zeitlich begrenzt, weil die Grünflächen nun wieder gepflegt werden müssen.

Ortsverein wünscht sich Gemeindebeteiligung

Aus Sicht des Ortsvereins sprechen zwei weitere Aspekte gegen eine Verlängerung: Vorsitzender Manfred Hick spricht die Haftung an, die der Verein trägt, weil die Figuren im öffentlichen Straßenraum stehen. Er nennt auch die vielen Sachbeschädigungen und Diebstähle als Grund. „Ohne eine aktivere Beteiligung der Gemeinde ist für eine Bürgerinitiative oder einen Verein die Durchführung einer Figurenaktion in dieser Größe über einen längeren Zeitraum nicht stemmbar“, sagt er.

Die Verbandsgemeindeverwaltung hatte die Initiativen darauf hingewiesen, dass sie eine erneute Aktion für das neue Schuljahr beantragen können. Nach Angaben von Manfred Hick und Johann Kilian werden viele der Figuren jetzt jedoch ihr neues Zuhause auf privaten Grundstücken finden und von dort aus die Verkehrsteilnehmer zu mehr Achtsamkeit im Straßenverkehr anhalten.

Weitere konkrete Schritte

Die beiden Initiativenvertreter resümieren, die Aktion habe gezeigt, dass noch viel Handlungsbedarf bestehe, bis die Verkehrswege sicherer würden und die Verkehrsteilnehmer umdächten. „Erste Schritte zu Tempo 30 sind geschafft oder werden angegangen. Nächster wichtiger Schritt ist die Ausarbeitung und Umsetzung eines Schulwegekonzepts“, sagen sie. Dazu haben sie bereits die Unterstützung der beiden Ortsbürgermeister Jürgen Hook und Harald Löffler zugesagt bekommen.

„Der Verzicht auf das Elterntaxi oder die Einrichtung eines ,Laufbusses’, um die letzten Meter zur Schule zu Fuß zu gehen, sind weitere Punkte, die den morgendlichen Stress vor der Schule erheblich reduzieren würden. Hier sind allerdings auch die Eltern gefordert“, teilen Hick und Kilian mit. Die beiden wollen sich bei dem Schirmherrn der Figurenaktion, dem Landtagsabgeordneten Michael Wagner (CDU), bei den Helferinnen und Helfern sowie bei den vielen Spendern bedanken. Für die Figuren, die Eltern und Kinder gestaltet hatten, sind ihren Angaben zufolge Kosten in Höhe von rund 4000 Euro angefallen.

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