Mutterstadt
FG 08 Mutterstadt: Weiterentwicklung durch Gemeinschaft
Die Freude war groß bei der FG 08 Mutterstadt. „Wir sind dabei“, hieß es vor Kurzem in der E-Mail an die RHEINPFALZ-Redaktion. Dazu noch drei Ausrufezeichen. Ja, Teil der Anpfiff-Gemeinschaft zu sein, bedeutet dem Mutterstadter Verein viel. Und er verspricht sich auch einiges davon in der Zukunft, wie Christian Geißler, bei der FG 08 zuständig für Sponsoring und Öffentlichkeitsarbeit, erzählt.
Der 51-Jährige war federführend, als sich die Mutterstadter dazu entschlossen, sich für eine Teilnahme an der Anpfiff-Community, ein Teil der Initiative Anpfiff ins Leben, die von der Dietmar-Hopp-Stiftung gefördert wird, zu bewerben. Die Bewerbung sei nicht schwierig gewesen. „Einfach über den Verein erzählen, Ziele nennen. Was brauche ich? Wo braucht man Unterstützung?“, erläutert Geißler. Als einer von fünf Vereinen ist die FG 08 Mutterstadt dann schließlich ausgewählt worden.
Hintergrund der Gemeinschaft ist das Zauberwort Netzwerken. Die Vereine sollen sich gegenseitig helfen, sollen bei Problemen Lösungen anbieten oder auch Ideen austauschen. Was hat wo schon mal gut geklappt? Und könnte das auch etwas für meinen Verein sein? Oder funktioniert es bei uns auf einem anderen Weg? Ganz wichtig: „Die Anpfiff-Community ist kein Markt für Spielervermittlung“, betont Christian Geißler.
Die Idee hinter der Anpfiff-Community ist laut Geißler, dass in Zukunft viele Vereine von diesen guten Ideen und Innovationen profitieren. Dazu soll es regelmäßige Treffen und auch Online-Veranstaltungen geben. „Es gibt etliche kleine Vereine, denen es nicht gut geht“, erläutert Geißler. Als Ursachen dafür nennt er die Corona-Pandemie, durch die viele Klubs einige Mitglieder verloren haben, die Energiekrise, die die Vereinskassen belastet, oder den Ukraine-Krieg.
Wichtig ist Christian Geißler, dass die Anpfiff-Community kein elitärer Kreis ist. Auch wenn jetzt, kurz nach dem Start, noch wenige Vereine dabei sind, so soll die Gemeinschaft in den kommenden Monaten und Jahren stetig wachsen. „Wir sind für alle Vereine offen. Man muss nur in Kontakt treten“, sagt Geißler. Dabei spiele es keine Rolle, wie groß die Rivalität auf dem Sportplatz sei. In der Anpfiff-Community, hauptsächlich online über Teams, laufe alles auf freundschaftlicher Basis ab. „Die Vereine sind gefordert, selbst aktiv zu werden.“
Dort sei auch eine Tabelle hinterlegt, in der aufgeführt ist: Wer sucht was? Wer bietet was? Zugang zur Community erhalten Vereine, die an den Angeboten der Anpfiff-Vereinsberatung teilgenommen haben. Das war bei der FG 08 Mutterstadt der Fall. Christian Geißler berichtet von acht, neun Workshops, an denen Vertreter des Vereins teilgenommen haben. „Themen waren zum Beispiel: Wie erstelle ich ein Jugendkonzept? Wie schaffe ich es, Trainer zu bekommen?“, berichtet Geißler.
Die Arbeit des Netzwerks sei beschränkt auf Amateurvereine, erzählt der 51-Jährige. Und die ersten Kontakte habe es auch schon gegeben. Ein Verein aus Ludwigshafen habe sich zum Thema Softwarelizenzen informieren wollen. Geißler selbst habe Hilfe beim Thema Sponsoring erbeten. Langfristig wollen sich alle Vereine weiterentwickeln.