Rhein-Pfalz-Kreis / Harthausen
Feuerwehrnachwuchs begeistert vom Kreiszeltlager
Auch Kreisjugendwart Stefan Geiß ist froh: „Wir mussten drei Jahre wegen der Pandemie aussetzen“, sagt er am Samstag. „Wenn alles gut geht, zelten wir das nächste Mal 2024.“ Seit Jahresanfang hat sich Geiß gemeinsam mit Lisa Ball um Organisation, Anmeldung und Versorgung sowie Wanderpokale und Medaillen für die zehn- bis 16-jährigen Teilnehmer gekümmert. „Es ist viel Arbeit, die noch mehr Spaß macht“, betont der Kreisjugendwart. Hilfreich sei das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das die Versorgung zum vierten Mal übernommen hat.
Hinter der Sporthalle duftet es am Samstagvormittag verführerisch nach Waffeln. „Kinder haben immer Hunger“, erklärt Tobias Himpele, Chef des DRK Limburgerhof, die lange Warteschlange vor dem zweiten Frühstück, das die Kreisfeuerwehr anbietet. 20 Rotkreuzler aus Limburgerhof, Alzey und Altenkirchen seien ehrenamtlich beim Zeltlager im Einsatz, sagt er. Alle hätten sich dafür Urlaub genommen. „Wir übernachten hier, sorgen für das leibliche Wohl und versorgen Wespenstiche und kleine Verletzungen“, zählt er die Aufgaben des DRK an diesen Tagen auf. „Ein eigener Sanitätsdienst wäre sinnvoll“, regt Himpele an.
250 Portionen pro Mahlzeit
Tags zuvor hätten die Einsatzkräfte in der mobilen Küche der Bundeswehr 70 Kilogramm Schweinefleisch zu Schnitzeln verarbeitet und mit Gemüse und Kartoffelbrei verteilt. Himpele hat selbst Kinder und weiß, was und wie viel sie gerne essen. 250 Portionen für sie und die Erwachsenen müssten pro Mahlzeit auf dem Tisch stehen, sagt er. Angesichts der Temperaturen gebe es immer und überall Tee und Wasser für jeden.
In den Töpfen dampfen Nudeln und Bolognese-Soße. Die ersten Kinder warten mit knurrendem Magen. „Das Essen hier ist wirklich gut“, schwärmt Fabian (13). Er hat den ersten Wettkampf mit seiner Gronau-Mannschaft hinter sich. „Außer der Hitze ist alles toll“, sagt er. Simon aus Mutterstadt klingt beinahe noch begeisterter. „Man kann hier gut schlafen“, erzählt der Elfjährige von der Rücksichtnahme der Älteren auf die Jüngeren. Stolz berichtet Simon von seinem ersten Platz bei der Wanderrallye zum Holiday Park in Haßloch. Dass es im Zelt überhaupt nicht heiß ist, beeindruckt den Jungen. Jetzt drückt er seiner Mannschaft die Daumen für die Kreiswettkämpfe und wünscht sich schon vor dem ersten Bissen einen Nachschlag. „Ich glaube, von einer Portion werde ich heute nicht satt.“
Neun Mannschaften kämpfen um den Sieg
Luca ist zwölf und fest entschlossen, 2024 wieder dabei zu sein. „Alles macht Spaß und ist cool“, fasst er seinen guten Eindruck von der Freizeit zusammen. In der Waldschneise gegenüber laufen die Wettkämpfe. Neun Mannschaften mit je sieben Teilnehmern sind dabei, wenn es um Schnelligkeit und Geschicklichkeit bei Knoten und Stichen, stabiler Seitenlage, Wurftechnik oder dem Helm-vom-Kopf-Ziehen geht. „Schade, dass es morgen schon zu Ende ist“, meint Simon. Für die Verantwortlichen heißt es nach dem Sonntagsfrühstück abbauen und alle Zelte und Geräte zurück ins Schifferstadter Lager bringen.
Wettkampfergebnisse
Die Platzierungen der Jugendfeuerwehr-Jahrgänge 2004 bis 2008: 1. Speyer, 2. Dudenhofen, 3. Römerberg, 4. Weingarten/Germersheim, 5. Schifferstadt. Wettkämpfe der Jahrgänge 2009 bis 2011: 1. Waldsee, 2. Speyer, 3. Lambsheim.