Rhein-Pfalz Kreis Feierabendhaus: Küche bleibt kalt

Die BASF erneuert den Gastro-Bereich des Feierabendhauses im Ludwigshafener Stadtteil Friesenheim. Der Küchentrakt wird entkernt und komplett erneuert. Voraussichtlich bis Oktober bleibt die Betriebsgaststätte geschlossen. Betroffen sind rund 900 Mitarbeiter und Pensionäre, die bisher täglich die Kantine besuchten, sowie Besucher von Veranstaltungen im Feierabendhaus.
„Die Küche wird auf den technisch neuesten Stand gebracht, und es werden umfangreiche Brandschutzmaßnahmen vorgenommen“, sagte eine BASF-Sprecherin auf Anfrage. Der Bereich werde komplett entkernt, Böden, Decken und Wände neu gemacht. Für die Besucher der Kantine gebe es Ausweichmöglichkeiten in anderen Betriebsgaststätten des Konzerns. Das Feierabendhaus feiert im April seinen 115. Geburtstag. Die letzte umfangreiche Sanierung war 2010/2011. Im Fokus war dabei der Veranstaltungsbereich: der große Konzertsaal mit seinen 1400 Sitzplätzen sowie Räume für Tagungen, Konferenzen und Feste. Die Haustechnik wurde dabei modernisiert, nicht die Betriebsgaststätte. Nicht betroffen von der Modernisierung dieses Trakts sei der Veranstaltungsbereich, betont das Unternehmen. Die Konzertreihen und andere Veranstaltungen finden weiterhin statt. Da aber keine Küche zur Verfügung steht, gibt es an diesen Abenden kein Speisenangebot. Voraussichtlich bis Oktober bleibt die Kantine oder BASF-Betriebsgaststätte geschlossen. Nach dem Ende der Sanierung soll es wieder eine Mittagsbewirtung für Mitarbeiter und Pensionäre geben. Die BASF betreibt insgesamt elf Betriebsgaststätten – inklusive einer Kantine auf der Friesenheimer Insel. Bis zu 10.000 Essen werden täglich ausgegeben. Rund 300 Köche, Servicekräfte und Kaufleute kümmern sich um das leibliche Wohl von Mitarbeitern und Gästen. Außerhalb des Werksgeländes betreibt der Konzern neben dem Feierabendhaus auch das Gesellschaftshaus und das benachbarte Hotel René Bohn, das über 80 Zimmer, acht Suiten und elf Apartments für Langzeitgäste verfügt. Das Feierabendhaus wurde 1913 als Vereinshaus für Arbeiter- und Musikvereine der BASF eingeweiht. Außerdem gab es eine Bibliothek. Angegliedert waren auch „Restaurationslokale“, die von den Anilinern nach Feierabend besucht werden konnten. Das im Weltkrieg schwer beschädigte Haus wurde wieder aufgebaut.