Rhein-Pfalz Kreis Fairer Umgang im Spiel und im Leben
Böhl-Iggelheim. Zum 17. Mal haben die protestantischen Kirchengemeinden und die Jugendzentrale des Dekanats Speyer den Fair-Play-Cup für Konfirmanden organisiert. Am Freitag ging es in der Wahagnieshalle in Böhl-Iggelheim um Fairness im Spiel und im Leben. Die Schifferstadter Konfis entschieden in einem packenden Finale das Turnier für sich.
Neben dem Pokalsieger des Turniers wurde aber auch das sympathischste Team geehrt. Hier kam es auf das Verhalten zu den Gegnern, aber auch zu den eigenen Leuten im Team an. Die Letzen werden die Ersten sein: Diese biblische Botschaft war auch ins Turnier mit eingebunden. Denn mit dem „Lucky-Loser“-Pokal wird auch das letzte Team geehrt. Ein Team besteht aus fünf Feldspielern und einem Torwart, alles Konfirmanden sowie aushelfende Präparanden. Seit diesem Jahr müssen mindestens zwei Mitglieder des anderen Geschlechts dabei sein. „Das gilt in beide Richtungen. Früher gab es Männerüberschuss mit einer Quotenfrau, heute spielen auch Mannschaften mit Frauenüberschuss“, berichtet Paul Neuberger, Jugendreferent des protestantischen Dekanats Speyer. Neun Mannschaften waren mit dabei: Böhl-Iggelheim, Dudenhofen, Limburgerhof, Fußgönheim-Schauernheim, Christuskirche Speyer, Römerberg, Schifferstadt, Mutterstadt und Waldsee-Otterstadt. Die Mannschaften wurden in zwei Gruppen geteilt, die Sieger traten in einer Überkreuzrunde gegeneinander an. Turniervater ist Pfarrer Andreas Buchholz (Waldsee-Otterstadt), er hatte die Turnierleitung inne. „Mit Fußball kann man die Menschen erreichen. Das geht generationenübergreifend“, erklärt er. Der Fair-Play-Cup verknüpft Fair-Play auf dem Platz mit dem fairen Zusammenleben in der „einen Welt“. Die Einnahmen von Tombola und Essensverkauf gehen an das Hilfswerk „Brot für die Welt“. Seit Anfang an wird damit die Aktion „Fußball für das Leben“ in San José (Costa Rica) unterstützt. Dort werden sozialschwache Kinder betreut. Beim Elfmeterschießen im Finale musste sich Dudenhofen den Schifferstadtern geschlagen geben. So wird Schifferstadt das Dekanat beim pfälzischen „Konficup“ im Frühjahr vertreten. Als sympathischstes Team wurde das der Christuskirche Speyer ausgezeichnet. Das Team überzeugte durch einen freundlichen Umgang mit dem Gegner, die zahlreichen Mädchen waren gut in die Mannschaft eingebunden. Als Lucky Loser darf sich die Mannschaft aus Limburgerhof bezeichnen. Doch letztendlich ging es gar nicht ums Gewinnen. Das Miteinander zählt. Die Kinder in Costa Rica werden sich freuen. (mja)