Rhein-Pfalz Kreis Fünf Millionen Euro für neues Pumpwerk

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Altrip. Der Verbandsgemeinderat Rheinauen hat auf seiner Sitzung am Donnerstagabend im Rathaus Waldsee einstimmig beschlossen, dass das Pumpwerk Altrip für rund fünf Millionen Euro ausgebaut werden soll. Es geht vor allem darum, dass die Pumpen auch arbeiten, wenn es gleichzeitig stark regnet und der Rhein Hochwasser führt. Die Notwendigkeit dafür wurde laut Verbandsbürgermeister Otto Reiland (CDU) schon vor Jahren in einer Studie dargelegt.

„Es ist ein Riesen-Projekt, aber es ist notwendig“, sagte Reiland. „Die Kanäle laufen aus Altrip komplett auf diese Anlage zu, da braucht man ein starkes Pumpwerk, das auch funktioniert, wenn Hochwasser ist.“ Aus dem Pumpwerk, das neben dem Bauhof auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage steht, wird Abwasser aus Altrip in einen Kanal nach Rheingönheim gepumpt, von dem aus es nach Ludwigshafen in die Kläranlage der BASF läuft. „Das Abwasser ist nicht das Problem, es geht um das Regenwasser“, sagte Reiland. Das laufe aus Altrip ebenfalls komplett in ein Auffangbecken in dem Pumpwerk und werde von dort eigentlich in den Rhein gepumpt. Das Problem: Die Förderleistung der Pumpen lässt umso stärker nach, je mehr Hochwasser der Rhein führt. Bei Starkregen und gleichzeitigem Hochwasser kam es deswegen schon vor, dass das Auffangbecken übergelaufen ist. Das kann im Extremfall dann auch zu Hochwasser in Altrip führen. Der mit der Vorentwurfsplanung beauftragte Ingenieur Peter Bader aus Neustadt präsentierte die geplanten Arbeiten im Rat. „Wir werden ein neues Pumpwerk neben die alte Anlage bauen“, sagte er. Während der Bauarbeiten werde die alte Anlage weiterlaufen und könne am Ende der Bauarbeiten dann teilweise abgeschaltet werden. „Die neue Anlage wird auch bei einem 200-jährigen Hochwasser arbeiten“, sagte Bader. Ein fünfjähriges Starkregenereignis soll dann problemlos gehandhabt werden können. Reiland erklärte, er verstehe, wenn die gewaltige Investitionssumme die Bürger erschrecke. „Das ist immerhin teurer als das Rathaus“, sagte er. Es gehe aber um die Sicherheit der Bürger in Altrip. „Ich glaube, keiner will, dass das Regenwasser bei Hochwasser nicht mehr aus dem Ort ablaufen kann.“ Wie die Arbeiten finanziert werden? „Über die wiederkehrenden Beiträge der Bürger für die Regenwasserentsorgung“, sagte Reiland. „Dass die Erhöhung nicht gering ausfallen wird, kann man sich bei dieser Summe ausmalen.“ Als nächste Schritte werden jetzt Genehmigungs- und Förderanträge gestellt, die Bauarbeiten sollen im August 2017 beginnen und im Oktober 2018 abgeschlossen sein. |seed

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