Rhein-Pfalz Kreis Es tut sich was

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Mutterstadt. Der werdende Pfalzmarktweg hat gestern hohen Besuch gehabt. Thomas Griese (Grüne), der rheinland-pfälzische Landwirtschaftsstaatssekretär, ließ sich in Mutterstadt über den Fortschritt informieren, den das Projekt dieses Jahr gemacht hat. Und es gab einiges zu berichten.

Der Pfalzmarktweg ist ein Großprojekt – und zwar eins mit einer ziemlich langen Geschichte. Vor mehr als zehn Jahren gab es schon erste abstrakte Ideen zu einem Wegenetz, das es den Landwirten aus der Region ermöglichen soll, ihre Waren jenseits des eigentlichen Straßenverkehrs an den Mutterstadter Großmarkt für Obst und Gemüse zu liefern. Bei abstrakten Ideen blieb es dann eine ganze Weile lang. Erst 2009 wurde das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) hinzugezogen, um die Planung zu übernehmen und die Interessen etlicher Beteiligter – von betroffenen Kommunen über Verbände und Grundeigentümer bis hin zu Behörden – unter einen Hut zu bringen. Im Juli 2015 war es endlich geschafft: Das Baurecht für das lang ersehnte Projekt wurde erteilt. Seitdem hat sich einiges getan, wie Staatssekretär Griese gestern zufrieden feststellte. Nach einem Vorlauf von rund zehn Jahren haben innerhalb weniger Monate Bauarbeiten an mehreren Teilstücken des künftigen Pfalzmarktwegs begonnen. Die Umfahrung bei Mutterstadt ist sogar bereits fertig und wird von den Landwirten gut angenommen, wie Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD) berichtet. Bis alle Arbeiten beendet sind, wird es allerdings noch eine Weile dauern. Laut Knut Bauer vom DLR dürfte es Mitte 2017 so weit sein. Der letzte Akt des Projekts wird im Bau eines neuen Übergangs über die Gleise der Rhein Hardt-Bahn bei Maxdorf bestehen. Vorher werden noch die Umfahrungen bei Dannstadt-Schauernheim und Ruchheim sowie der Weg am Pfalzmarkt fertiggestellt. Auf der Baustelle direkt beim Markt war Griese gestern mit Vertretern des DLR und der Erzeugergemeinschaft sowie mit den Bürgermeistern der angrenzenden Gemeinden und Johannes Zehfuß, dem Kreisvorsitzenden des Bauern- und Winzerverbands, unterwegs. Dort wird kommendes Jahr eine Gabelung gebaut, deren linker Arm zum Verkehrskreisel vor dem Pfalzmarkt führt, der rechte über eine Brücke auf das Betriebsgelände. Das soll künftig nicht mehr frei zugänglich sein, wie ein Sprecher mitteilte. Es gebe eine Zertifizierungspflicht für zuliefernde Landwirte und das Unternehmen müsse dafür sorgen, dass niemand sonst hereinkomme. Deshalb müsse auch ein Zaun errichtet werden, der das gesamte Gelände einschließt. Wobei „gesamt“ in diesem Fall nicht nur die aktuelle Betriebsstätte umfasst, sondern auch das Planungsgebiet östlich davon, auf dem in naher Zukunft neue Lagerhallen entstehenden sollen. An dem Zaun entlang wird das letzte Stück des Pfalzmarktwegs verlaufen, das bereits asphaltiert, aber noch nicht versiegelt wurde. Griese und die anderen Interessenten drehten gestern schon einmal zu Fuß eine Runde auf der Straße, die fünf Meter breit ist und auf jeder Seite noch einen zusätzlichen Meter befestigt, damit die Schlepper problemlos auf ihr fahren und aneinander vorbei kommen können. Zu dem Zweck wurden auch die Zufahrten zu den Brücken über die Autobahnen 65 und 650 verbreitert und mit einer Ausweichbucht auf jeder Seite versehen. Für Landwirte stellt das laut Zehfuß eine wesentliche Verbesserung dar, denn an diesen Engstellen habe es in der Vergangenheit immer wieder Probleme gegeben, die nur dadurch gelöst werden konnten, dass einer der Traktoren samt Hänger zurücksetzte. Wenn alles läuft wie geplant, wird derlei rund um den Pfalzmarkt aber bald schon Geschichte sein – mit einem guten Ende.

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