Böhl-Iggelheim
Erweiterung der Kita Römerstraße: Planung ist nächster Schritt
Für die geplante Erweiterung der Kindertagesstätte Römerstraße im Ortsteil Iggelheim sind im Gemeinderat am Donnerstag die nächsten Schritte unternommen worden. Im vergangenen Jahr wurde beschlossen, dass in der Kindertagesstätte 75 neue Ganztagesplätze entstehen sollen.
75 neue Ganztagesplätze entsprechen einem Bedarf von drei Gruppenräumen mit Nebenräumen sowie einer Erweiterung von Küche, Haustechnik und Außenanlage. Der Bauausschuss der Gemeinde hatte im Januar beschlossen, dass das in Hanhofen ansässige Architekturbüro Kiefer eine Studie darüber erstellen soll, welche Varianten einer Erweiterung der Einrichtung möglich sind. Der Auftrag habe keine konkrete Planung beinhaltet, betonten der Architekt Andreas Kiefer und Bürgermeister Peter Christ (CDU). Nach Angaben von Christ war die Leiterin der Kindertagesstätte in die Gespräche zur Machbarkeitsstudie eingebunden.
Vier verschiedene Varianten
Laut der vorgelegten Machbarkeitsstudie sind vier Varianten möglich. Alle Varianten sehen entsprechend dem vorhandenen Gebäude zwei Geschosse vor. Erweiterungen auf der Ost- und der Westseite des vorhandenen Gebäudes nannte Britta Thines, Mitarbeiterin des Architekturbüros, als eine der Möglichkeiten. Dazu müsste das Außengelände im Westen etwas verkleinert und dort ein Baum gefällt werden, auch die Parkfläche im Osten würde etwas kleiner werden. Für zusätzliches Außengelände und Parkplätze sei im Norden Platz vorhanden. Eine Erweiterung auf beiden Seiten wäre während des laufenden Betriebs der Kindertagesstätte nicht machbar. Wie Christ sagte, wurden zwar noch keine Berechnungen der Kosten erstellt, doch sei davon auszugehen, dass das die teuerste Variante ist.
Für eine Erweiterung nur auf der Ostseite des Gebäudes stellte Thines drei Möglichkeiten vor. So könnte der Erweiterungsbau direkt an das vorhandene Gebäude anschließen. Ein Erweiterungsbau, der sich an der Ostseite an das vorhandene Gebäude anschließt, aber etwa zur Hälfte in Südrichtung nach vorne versetzt wird, nannte Thines als weitere Möglichkeit. Das hätte zur Folge, dass der Flur im Inneren des Gebäudes in beiden Stockwerken nicht mehr durchgängig ist. Möglich wäre nach Angaben von Thines außerdem ein senkrechter Anbau im Osten. Dadurch würden im Inneren des Gebäudes Bereiche entstehen, bei denen die natürliche Belüftung und Belichtung beeinträchtigt sind.
Durchgehender Flur gewünscht
Vertreter aller Fraktionen führten Argumente für einen direkt an das Gebäude anschließenden Anbau an der Ostseite an. Die Kindertagesstätte solle einen durchgehenden Flur und „keine Verschwenkungen oder Spielereien“ haben, denn so sei der Brandschutz am besten gewährleistet, sagte Thomas Remle (CDU), der auch Leiter der Feuerwehr ist. Wenn das Gebäude gradlinig ist, sei es übersichtlich. Das erleichtere die Beaufsichtigung der Kinder, ergänzte CDU-Fraktionssprecher Michael Knebel. Die Erzieherinnen würden diese Variante bevorzugen. Die AfD unterstütze diesen Wunsch der Erzieherinnen, denn sie seien es, die in der Einrichtung arbeiten müssen, sagte AfD-Fraktionsvorsitzender David Gabath.
Die Ratsmitglieder sprachen sich einstimmig für die Variante eines direkten Anbaus an der Ostseite des Gebäudes aus. Die Verwaltung wurde beauftragt, eine entsprechende Planung auszuschreiben und mit der Kreisverwaltung abzuklären, wie viele Plätze genau benötigt werden.