Rhein-Pfalz Kreis Enge Verbundenheit zeugt von Vertrauen
Mutterstadt. Mehr als 87.000 Mitglieder der VR Bank Rhein-Neckar halten ihrer Genossenschaftsbank seit Jahrzehnten die Treue. Bei einer Feierstunde im Palatinum Mutterstadt sind vergangene Woche Jubilare für ihre 50-jährige Mitgliedschaft geehrt worden. Vorstandsvorsitzender Wolfgang Thomasberger referierte dabei auch über die Entwicklung der VR Bank Rhein-Neckar und aktuelle politische Ereignisse wie die Schuldenkrise Griechenlands.
„Die schwierige Situation mit Griechenland und die Ungewissheit der Verhandlungen haben nicht gerade zur Beruhigung der Finanzmärkte beigetragen. Das haben wir auch hier bei unserer VR Bank Rhein-Neckar gerade im Wertpapierbereich deutlich gespürt“, sagte Thomasberger, der betonte dass eine gute Partnerschaft und das Vertrauen untereinander erst eine gute Geschäftsbeziehung ausmachten. Seiner Meinung nach wurde in der Schuldenkrise „Vertrauen verspielt und der Grundsatz „pacta sunt servanta“ (Verträge sind zu halten) hätte gelten müssen. „Für mich selbst aber auch als Vorstand einer Genossenschaftsbank ist ein solches Verhalten schwer nachvollziehbar“, meinte Thomasberger, bevor er auf die Entwicklung der VR Bank Rhein-Neckar zu sprechen kam. So berichtete er den über 600 Besuchern unter anderem über die genossenschaftlichen Werte, das aktuelle Zinsniveau und die soziale Verantwortung der Genossenschaftsbank. Sehr zufrieden stimme ihn die Mitgliederentwicklung. Zum 30. Juni konnte die VR Bank Rhein-Neckar laut Thomasberger 87.218 Mitglieder verzeichnen. Diese kontinuierlich und stetig steigende Entwicklung deute er „als Vertrauensbeweis und Bestätigung unserer täglichen Arbeit“. Die Kundeneinlagen betragen 3,1 Milliarden Euro, wie der Vorstandsvorsitzende mitteilte. „70 Millionen Euro planen wir für unser Zinsergebnis. Das sind diejenigen Erträge, die wir mithilfe unserer Kundenkredite, Einlagen und den selbstverwalteten Wertpapieren generieren“, sagte er. Im Durchschnitt seien insgesamt 681 Mitarbeiter inklusive 59 Auszubildender derzeit bei der Genossenschaftsbank im Einsatz. Für das laufende Jahr erwarte er „ein Ergebnis, das mit den Vorjahren mithalten kann“. Für die weitere Zukunft rechne er allerdings mit einem leicht rückläufigen Geschäftsergebnis. „Gleichwohl wären wir, mit Blick auf den weiterhin angespannten Finanzmarkt, mit solch einer Entwicklung zufrieden“, erklärte Thomasberger. Den Jubilaren überreichte er eine Urkunde samt Ehrennadel sowie ein ganz persönliches Geschenk. Die langjährige Verbindung beruhe auf Gegenseitigkeit, sagte er. „Eine solch enge Verbundenheit belegt die ungebrochene Attraktivität unseres Geschäftsmodells. Sie zeugt aber vielmehr noch von dem hohen Vertrauen, das unsere Jubilare ihrer Bank entgegengebracht haben – und noch entgegenbringen“, betonte er. Begleitet werden die Bank-Foren in diesem Jahr von Christian „Chako“ Habekost, der ein Best-of-Programm präsentiert. Die Bank rechnet damit, dass 6700 Mitglieder und Kunden in diesem Jahr die zehn Bank-Foren der VR Bank Rhein-Neckar besuchen werden. Die Geehrten Wilhelm Bayer, Richard Kopp, Klaus Stein (alle aus Fußgönheim), Ernst Geib aus Dannstadt-Schauernheim, Horst Knoll aus Hochdorf-Assenheim, Fritz Freudenberger, Konrad Klehr, Willi Müller, Volker Schläfer, Werner Schröder, Philipp Kropp (alle aus Mutterstadt), Werner Bindewald aus Oggersheim, Guido Leiser, Franz-und Käthe-Ludowici-Stiftung, Johann Hörner, Gerhard Speich (alle aus Ludwigshafen) und Helmut Häußler aus Rheingönheim. (rhp)