Neuhofen
Endlich wieder Frühlingsmarkt
„Endlich mal wieder ein Stück Normalität.“ Dieser Satz war häufig zu hören, denn der Markt fiel pandemiebedingt zwei Jahre aus. Umso mehr haben die Neuhofener und die Besucher aus den Nachbargemeinden am Wochenende das Markttreiben genossen, von dem kurzen Regenschauer am Sonntagnachmittag blieben alle unbeeindruckt.
21 Teilnehmer hatten ihre Stände bestückt, etwas weniger als in den vergangenen Jahren. Einen Besuch waren sie aber allesamt wert und es gab einiges zu entdecken – schöne Schmuckstücke, Gemüsepflanzen oder Gartendeko. Es war auffällig, wie kreativ die Hobbyhandwerker mit Materialien umgehen: Aus Wollresten werden filigrane Puppen- und Babysocken, aus Jeansresten entstehen Taschen mit aufwendigen Applikationen, und Weinkorken werde zu Vogelhäusern verarbeitet. Alfons Otte hat einen Blick für altes Holz und verwertet bizarre Stücke, um daraus Insektenhotels zu fertigen. „Diese Stücke sind viel zu schade, um als Brennholz im Ofen zu landen“, findet er.
Ein Besuchermagnet und erstmals auf dem Markt zu sehen, war eine Falknerei. Insbesondere die Kinder staunten über Vögel, die sie vorsichtig halten durften. Ganz klar war der Steinkauz auf der Hand ein tolles Fotomotiv. Der engagierte Vogelexperte Thorsten Iwersen zeigte seine Tiere, um sein Wissen über Greifvögel näher zu bringen und er beantwortete sehr gern die Fragen der Besucher. „Viele wissen gar nicht, wie manche einheimischen Vögel aussehen und dass viele von ihnen alte Kirchtürme behausen“, sagte der Falkner.