Wahlkreis 38
Elias Weinacht (Grüne): „Für stressfreies Pendeln und lebenswerte Orte einsetzen“
Herr Weinacht, was ist für Sie das wichtigste politische Thema aus dem Rhein-Pfalz-Kreis, für das Sie sich in Mainz einsetzen werden?
Es sind sogar drei zentrale Themen: Wir sind die letzte Generation, die etwas gegen den Klimawandel tun kann. Alle reden über Klimaschutz, aber nur mit starken Grünen in Mainz wird sich weiterhin etwas ändern. Mit mehr und guten Fahrradwegen und einem attraktiven ÖPNV will ich mich für ein stressfreies Pendeln und lebenswerte und ruhige Orte einsetzen. Gerade für berufstätige Eltern will ich mich mit ganzem Herzen für genügend Plätze in den Kitas, mehr Personal und eine hohe Qualität einsetzen.
Vervollständigen Sie bitte diesen Satz: Politisches Engagement ist heute noch wichtig, weil …
... dieses demokratische System einzigartig und extrem viel wert ist. Mit all seinen Fehlern müssen wir trotzdem immer dafür kämpfen, es zu erhalten und Tag für Tag noch besser zu machen. Gerade jetzt, da viele falsche Informationen im Umlauf sind und es eine Partei gibt, die unsere Gesellschaft mit ihren Hassbotschaften in ihrem Kern angreift. Unsere Gesellschaft lebt gerade jetzt vom Mitmachen und Einmischen und dass wir uns gegenseitig ernst nehmen. Das ist mein Grundprinzip.
Was war die wichtigste und beste Entscheidung der aktuellen Landesregierung in den vergangenen fünf Jahren, die den Rhein-Pfalz-Kreis direkt betrifft?
Den Radschnellweg zwischen Ludwigshafen und Schifferstadt und darüber hinaus zu unterstützen. Die Umsetzung muss jetzt aber möglichst schnell erfolgen; dazu muss das Verkehrsministerium den Bau und Unterhalt wie in Baden-Württemberg endlich vollständig in die Hand nehmen. Dafür, für weitere Radschnellwege und eine sichere Infrastruktur will ich mich hier in Rheinland-Pfalz einsetzen. Denn wenn etwas möglich ist, sollte man es auch zeitnah anpacken.
Was war das größte Versäumnis der aktuellen Landesregierung in den vergangenen fünf Jahren, die den Rhein-Pfalz-Kreis direkt betrifft?
Bei der Frage, wie wir unsere Dörfer zukunftsgerecht gestalten, sind wir noch nicht weit genug. Der Rahmen und die Förderung, die auf Landesebene durch das Finanzministerium für das bezahlbare Wohnen vorgegeben werden, sind nicht ausreichend. Das gilt auch für ausreichend Platz für öffentliches Grün in den Dörfern, naturnahe Spielplätze und ausreichend Nahversorger. Ich will mich einsetzen für eine Ortsentwicklung, die generationengerecht ist, mit einer guten Versorgung durch Pflegedienste und genügend Kitaplätzen.
