Rhein-Pfalz Kreis Einbrecher auf frischer Tat gefasst

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Mutterstadt/Lug. Nach einem Tageswohnungseinbruch in Mutterstadt am vergangenen Mittwoch waren die Täter noch entkommen, im südwestpfälzischen Lug haben sie diesen Mittwoch weniger Glück gehabt: Zwei von ihnen wurden festgenommen, einer ist flüchtig.

Auf frischer Tat wurden die drei mutmaßlichen Einbrecher in Lug, einem Ort nahe Hauenstein, erwischt. Zwei von ihnen nahm die Polizei fest, sie sitzen seit Donnerstag in Untersuchungshaft. Ein dritter, der der Polizei namentlich bekannt ist, konnte zu Fuß vom Tatort fliehen und bislang nicht dingfest gemacht werden (wir berichteten). Laut einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Frankenthal und des Polizeipräsidiums Rheinpfalz wurde bei seiner Verfolgung ein Signalschuss abgegeben. Augenzeugen zufolge wurden zudem Straßensperren in Hauenstein errichtet und ein Spürhund kam zum Einsatz. Der Zugriff in Lug ist laut Hubert Ströber, Leitender Oberstaatsanwalt in Frankenthal, zum Teil auf umfangreiche Ermittlungen der Kriminaldirektion Ludwigshafen und der Polizeiinspektion Schifferstadt zurückzuführen. Letztere hatte wohl am 27. Januar erstmals Kontakt zu der mutmaßlichen Einbrecherbande, deren Mitglieder aus Osteuropa stammen. Die Beamten wurden an jenem Tag von einem Anwohner in den Mutterstadter Medardusring gerufen, weil er drei verdächtige Männer in einem Auto mit ausländischem Kennzeichen beobachtet hatte. Sie trafen aber nur einen Mann im Wagen an und stellten dessen Identität fest. Dass es in der Straße etwa zur gleichen Zeit einen Einbruch mit mehr als 2500 Euro Schaden gab, stellte sich erst später heraus. Dieser Vorfall sei jedoch Anlass für weitere Ermittlungen gewesen und habe den Einbruch in Lug schon vor seiner eigentlichen Begehung in den Fokus der Ermittler gerückt, erklärt Ströber. Dass die in Mutterstadt festgestellte Identität dabei eine Rolle gespielt habe, könne man „schon so sagen“. Fakt ist: Die Spur der Tatverdächtigen aus Mutterstadt führte nach Pirmasens. Dort wohnten die Männer im Alter von 21 bis 32 Jahren nämlich. Und von dort aus fuhren sie nach Lug, um besagten Einbruch zu begehen. Den hatten Beamten der Polizeipräsidien Westpfalz und Rheinpfalz jedoch im Blick – und so gelang es, zwei der drei Verdächtigen festzusetzen. Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Pirmasens wurden anschließend umfangreiches Beweismaterial und Diebesgut gefunden, heißt es in der Mitteilung weiter. Kriminalpolizisten ermittelten nun in alle Richtungen – sie ordnen das Diebesgut zu und suchen mögliche weitere Beteiligte. Laut Ströber sind die Verdächtigen aus Lug mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die aus Mutterstadt. Es sei keine Seltenheit, dass Diebesbanden an einem Ort leben und an einem anderen ihre Taten begehen. Auch große Strecken wie die zwischen Pirmasens und Ludwigshafen seien nicht ungewöhnlich. Polizeilichen Statistiken zufolge schlagen die Banden oft in Orten zu, die an einer Autobahn liegen, um nach der Tat rasch fliehen zu können. Deshalb – und weil viele Täter professionell vorgehen – sind Ermittlungen in solchen Fällen komplex und die Aufklärungsquote ist niedrig. Der Fall von Mutterstadt hat demnach noch eine sehr positive Wendung genommen – und die festgesetzten Osteuropäer werden wegen Fluchtgefahr fürs Erste in Untersuchungshaft bleiben. (yns/ow)

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