Rhein-Pfalz Kreis Ein Ortskern zum Wohlfühlen

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Mutterstadt. Die Ampeln an der Kreuzung in der Mutterstadter Ortsmitte werden ab Mitte 2017 Vergangenheit sein. Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD) und Michael Heger vom Kaiserslauterer Planungsbüro Werkplan haben die Pläne am Dienstag im Palatinum vorgestellt. Das Zentrum soll insgesamt grüner und somit aufgewertet werden. Die Bürger sind mit den Ideen größtenteils zufrieden.

Schneider

erinnerte daran, dass mehrere Varianten einer Verkehrsregelung an der Kreuzung diskutiert worden seien und sich die Mehrheit der Bürger für eine versetzte Straßenkreuzung ohne Ampeln entschieden habe. Daran gab es denn auch nur vereinzelt Kritik. Einzelne Mutterstadter befürchteten, dass es für Fußgänger ohne Ampeln und Fußgängerüberwege „lebensgefährlich“ wird. „Für den Fall der Fälle“ würden bei der Umgestaltung der Ludwigshafener Straße und eines Teils der Oggersheimer Straße Leerrohre für eine Stromversorgung von Ampeln eingebaut, verriet Schneider. Er verwies auf einen Verkehrsversuch im Jahr 2012, bei dem die Ampeln abgeschaltet waren. Der Verkehr habe gut funktioniert und werde nach der Umsetzung der geplanten baulichen Veränderungen noch besser funktionieren, zeigte sich Schneider zuversichtlich. Zur Verbesserung der Situation am Verkehrsknotenpunkt werde auch beitragen, dass die Gemeinde das weit in die Straße hineinragende Gebäude an der Ecke Speyerer Straße und Neustadter Straße „gekauft hat, um es abzureißen“. So könne die Einfahrt in die Speyerer Straße verbreitert werden. Auch breitere Gehwege sind vorgesehen. Wie Werner Klein, Leiter der Bauabteilung der Gemeindeverwaltung, erläuterte, sollen die Bauarbeiten in sieben Abschnitte aufgeteilt werden. Das verringere die Belastung der Anwohner und ermögliche eine weitgehend durchgängige Zufahrt zu den Geschäften. Baubeginn ist laut Schneider im März oder April 2016. Die Bauzeit betrage 15 bis 18 Monate. Zuvor werde die Hartmannstraße erneuert. Nach Abschluss der Umgestaltung werde sich das Ortszentrum attraktiver präsentieren, mit mehr Grün und mehr Parkplätzen. Die Ludwigshafener Straße wird zwischen der Kreuzung in der Ortsmitte und der Abzweigung Friedrich-Ebert-Straße neu ausgebaut. Auf beiden Straßenseiten seien überall – wo keine Einfahrten sind – parallel zur Fahrbahn Parkplätze vorgesehen, sagte Planer Michael Heger. Auf der Nordseite der Straße sollen Bäume gepflanzt werden und ein 3,50 Meter breiter „Gehweg mit Freigabe für Radfahrer“ entstehen. Letzteres führte bei einigen Mutterstadtern zu der Befürchtung, dass vor allem Ältere und kleine Kinder den Radfahrern schutzlos ausgeliefert sein werden. Wie Heger erläuterte, sind in der Ludwigshafener Straße gegenüber der Neuen Pforte sowie nach der Einmündung zur Schulstraße Mittelinseln geplant. Sie sollen den Verkehr langsamer machen und zur Sicherheit beim Überqueren der Straße beitragen. Im Kreuzungsbereich soll vor dem Café und vor der gegenüberliegenden Apotheke jeweils eine gepflasterte Fläche mit Grün entstehen. Straßenpflaster und Grün sind auch im Bereich um das Alte Rathaus, die Pforte und das Rathaus vorgesehen. So werde das Zentrum „optisch zu einem Ortskern aufgewertet“, sagte der Planer. Ein gepflasterter Fahrbahnteiler soll in der Oggersheimer Straße an der Abzweigung Luitpoldstraße entstehen. In der Speyerer Straße soll es unmittelbar vor der Kreuzung eine Überquerungshilfe für Fußgänger und Radfahrer geben. Geplant ist ferner, den Parkplatz vor der Sparkasse zu vergrößern, dort schräges Parken und eine Einbahnregelung zu ermöglichen. Die Erneuerung der Fahrbahn, die durchgängig asphaltiert werden soll, zahlt laut Schneider das Land. Die anderen Kosten müsse die Gemeinde tragen, doch gebe es Zuschüsse aus dem Städtebauförderprogramm. Da in Mutterstadt wiederkehrende Straßenausbaubeiträge erhoben werden, kommen auf die Anlieger keine Kosten zu. Wie Schneider sagte, werden in den betroffenen Straßen alle Versorgungsleitungen erneuert. Die Bürger stellten zahlreiche Fragen, vor allem zu Details, auch gab es Bedenken zu einzelnen Aspekten. So tauchte etwa die Frage auf, wer das viele zusätzliche öffentliche Grün pflegen soll, es gab aber keine grundlegende Kritik. Ganz im Gegenteil: „Ihr macht alles richtig“, sagte ein Bürger. Dazu erklang Beifall.

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