Rhein-Pfalz Kreis Gepflegtes Umfeld für die Kreiselstörche

Dannstadt-Schauernheim. Seit 2008 zieren die Storchenskulpturen des Künstlers Eckhard Schembs den Verkehrskreisel am nördlichen Eingang des Ortsteils Schauernheim. Nun hat die Kerwegemeinschaft „Wir aus Schauernheim“ damit begonnen, die komplette Anlage ansprechend zu gestalten.
Samstagmorgen, 9 Uhr: Mit einem Spaten bewaffnet erledigt Lothar Distler letzte vorbereitende Arbeiten. Vor Monaten hat die Ortsgemeinde bereits veranlasst, dass die Verkehrsanlage ans Wassernetz angeschlossen und eine entsprechende Leitung in den Kreisel verlegt wird. Auch die Kosten hat die Kommune übernommen. Die restlichen Arbeiten finanziert der Kerweverein über Spenden. „Wir haben dafür 6000 Euro gesammelt“, erzählt Distler. Einen Teil davon haben er und seine Mitstreiter mit dem Verkauf von Sekt mit eigens gestaltetem Etikett beim Straßenfest erwirtschaftet. Einer der Helfer an diesem Vormittag beginnt wenige Meter weiter, mit einem kleinen Bagger das Erdreich im Kreisverkehr abzutragen. Fünf Zentimeter sollen es am Ende sein. „Die Erde dürfen wir auf den Acker von Ludwig Fischer abladen“, erläutert Distler. Um die Sicherheit der freiwilligen Helfer zu gewährleisten, ist der Verkehrskreisel halbseitig gesperrt. Der Verkehr aus und in Richtung Fußgönheim sowie ins angrenzende Neubaugebiet wird mittels Ampel geregelt. Für Busse ist eine entsprechende Umleitung ausgeschildert. „Die Absperrung wird immer nur während der Arbeiten aufgebaut, also lediglich bei Bedarf“, sagt der 74-Jährige. Bis zum 23. Juli werde die Firma Fischer die 360 Quadratmeter große Fläche des Kreisels fräsen. Anschließend möchte die Kerwegemeinschaft vier Segmente anlegen: zwei mit gelbem Sandschotter und zwei mit Rasen. Der Schotter werde am Montag, 28. Juli, angeliefert, der Rasen am 13. August. Granitsteine sollen die Segmente voneinander abgrenzen. Außerdem wird um die Straßenlaterne in der Mitte der Anlage ein Rondell angelegt, das rund 50 Zentimeter hoch werden soll. „Wir werden es mit Erde auffüllen. Ganz oben kommen Schottersteine drauf“, beschreibt Distler den Plan. Die Storchenskulpturen blieben an den gegenwärtigen Standorten, da die Fundamente so tief seien, dass es zu aufwendig wäre, sie zu versetzen. Zu guter Letzt haben die Kreiselverschönerer vor, auf den Sandschotterflächen beziehungsweise um die Skulpturen mit Lavendel noch ein paar „grüne“ Akzente zu setzen. „Bis zur Schauernheimer Kerwe wollen wir mit allem fertig sein. Dann soll der Storchenkreisel in neuer Pracht erstrahlen“, gibt Distler das Ziel der Gruppe vor. Das strebe auch Ortsbürgermeister Bernd Fey (CDU) an, der das Projekt stets unterstützt und mit seinem Engagement geholfen habe, so manche Hürde zu überwinden. „Ohne ihn würden wir heute nicht hier stehen“, betont Distler. Damit die Pflanzen auf dem Kreisel nicht die Köpfe hängen lassen müssen, werde während der Kreiselgestaltung zudem eine Ringleitung für eine Beregnung verlegt. Die Bewässerung funktioniere dann praktischerweise automatisch – mit Hilfe von Sensoren. Für eine ordentliche Beleuchtung der Verkehrsinsel werde die Firma Dell sorgen. Obwohl die Kerwegemeinschaft sich seit etwa einem Jahr bemüht, Spenden für das Kreiselprojekt aufzutreiben und 6000 Euro sammeln konnte, „wäre es schön, wenn noch ein bisschen was dazukommt“, sagt Distler. Dann greift er wieder zum Spaten.