Rhein-Pfalz Kreis Ein Geburtstag, zwei Geschenke

Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Dillinger (hinten) und GML-Geschäftsführer Thomas Grommes vor der neuen Fassade.
Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Dillinger (hinten) und GML-Geschäftsführer Thomas Grommes vor der neuen Fassade.

Morgen wird das Müllheizkraftwerk in der Bürgermeister-Grünzweig-Straße in Ludwigshafen-Nord 50 Jahre alt. Die GML Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH als Betreiberin hat die Anlage dafür herausgeputzt und die Nordfassade des Müllbunkers neu gestaltet. Das Kunstwerk, aber auch das neue Bürogebäude sind am Montag eingeweiht worden.

Es scheppert und dröhnt an der Einfahrt zum Müllbunker. Genau diese Eindrücke sind GML-Geschäftsführer Thomas Grommes wichtig. Er hatte die Gesellschafter des Entsorgungsunternehmens, Mitglieder des Aufsichtsrats und seine Mitarbeiter zu diese doppelten Feierstunde eingeladen. Er ist stolz auf seinen Betrieb: „Das Tolle an unserem Müllheizkraftwerk ist ja, dass es eine der ältesten Anlagen in Deutschland ist und zugleich eine der modernsten.“ Und laut Rankings „das drittbeste“ im Land. Der Müll von einer Million Bürgern wird hier mitten in der Stadt verbrannt und in Energie umgewandelt. Davon profitiere die Stadt, betonte der Ludwigshafener Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger (CDU), der Vorsitzender des GML-Aufsichtsrats ist. Er sei stolz auf den regionalen Entsorger GML, „denn so müssen wir unseren Müll nicht quer durch Europa transportieren“. Grommes nutzte den runden Geburtstag auch, um den Bürgern in Ludwigshafen zu danken: „Denn sie akzeptieren uns.“ Die GML bemühe sich täglich, dass das Zusammenleben funktioniere, versicherte der Geschäftsführer. Die Gestaltung der Nordfassade sei dafür ein wesentlicher Beitrag. „Wir wollen kein Schmuddelimage, sondern symbolisieren, dass hier Hightech für die Umwelt zum Einsatz kommt.“ Mit der Nordfassade ist auch der Haupteingangsbereich zur Müllverbrennungsanlage neu gestaltet worden. Das Design ist bereits bei der Gestaltung des neuen Bunkers nach dem Großbrand 2010 verwendet worden. Damals kam der Entwurf von einer Klasse der Berufsbildenden Schule Technik 2. Zwei Schüler, Christian Deutsch und Julia Strifler-Tavernier, arbeiten heute als Künstler und durften im GML-Auftrag den Entwurf für die Nordfassade sowie für das Treppenhaus im neuen Bürogebäude entwerfen. Ausgeführt hat die Gestaltung eine Spezial-Designfirma aus Cottbus. Die Gestaltung der 500 Quadratmeter großen Fassade solle den Arbeitsprozess im Müllkraftwerk darstellen, erläuterte Grommes: Erst liegt Glut auf dem Rost, später ist oben blaue Luft. Außerdem stehen mehrere Adjektive auf der Wand: sauber, sicher, nachhaltig, transparent, klimaschonend – „das sind alles Eigenschaften, die wir uns auf die Fahne schreiben“, betonte Grommes. Das neue Bürogebäude, das am Müllbunker für 1,9 Millionen Euro entstanden sei, sei eminent wichtig, hob Dillinger hervor: „Es ist funktional und repräsentativ.“ Auf 600 Quadratmetern hat die GML nun moderne Büros und Besprechungsräume. Das alte Gebäude wird ab Sommer abgerissen.

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