Rhein-Pfalz Kreis Ein Bauhof sucht ein neues Zuhause

Bauhofmitarbeiter bei der Baumpflege. Für die vielen Aufgaben, die sie in den Orten im Kreis zu erledigen haben, brauchen sie vi
Bauhofmitarbeiter bei der Baumpflege. Für die vielen Aufgaben, die sie in den Orten im Kreis zu erledigen haben, brauchen sie viele Geräte – und die brauchen viel Platz.

«Dannstadt-Schauernheim.» Der Bauhof einer Gemeinde ist eine wichtige Einrichtung. Hier lagert so ziemlich alles, was ein Ort braucht, um Schadstellen zu flicken und Grünflächen zu pflegen. Dumm nur, wenn das Dach des Bauhofs kaputt ist. Das ist in der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim der Fall. Und weil sich eine Reparatur nicht lohnt, soll der komplette Eigenbetrieb umziehen. Nur wohin?

Den Bauhof und vielleicht den angrenzenden Wertstoffhof zu verlegen, halten die Politiker in der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim für sinnvoller als mindestens 210.000 Euro für ein neues Dach auszugeben. Zumal es am jetzigen Standort neben dem Feuerwehrgerätehaus ohnehin schon an Lagerkapazitäten mangelt und Arbeitsmaterial, das die Bauhofleute brauchen, an drei zusätzlichen Orten aufbewahrt wird. Ziemlich umständlich, wenn die Rasenmäher dort, die Astscheren und Eimer da und die Leitern wieder an anderer Stelle stehen. Dazu kommt, dass der Zustand der Sozialräume für die Beschäftigten des Bauhofs auch nicht mehr der allebeste ist. „Der Bauhof hat oberste Priorität. An zweiter Stelle wäre ein barrierefreier Wertstoffhof wünschenswert und an dritter, vielleicht eines Tages, ein günstiger Park-and-Ride-Parkplatz“, sagt Verbandsbürgermeister Stefan Veth (CDU). Doch wohin nur mit dem Bauhof? Aus der ersten Idee, den Bauhof neben den neuen Edeka-Markt am Ortsausgang Richtung Hochdorf-Assenheim zu verlegen, wird wohl eher nichts werden. Denn dafür wäre ein erneutes Zielabweichungsverfahren nötig. Warum? Weil der Flächennutzungsplan an dieser Stelle Landwirtschaft vorsieht, sprich: Ackerflächen, die auch als solche genutzt werden. Einer ersten Abweichung von diesem Plan zugunsten des Einkaufsmarkts hatten die Behörden nur nach langen Verhandlungen und zähneknirschend zugestimmt. Einen weiteren Vorstoß sieht die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in Neustadt kritisch, berichtet Veth, ein Gespräch stehe jedoch noch aus. Allerdings sehe auch ein Vertreter des Regionalverbands Rhein-Neckar kaum Chancen dafür, einen Bauhof zu bauen, wo eigentlich Salat und Radieschen wachsen sollten. Eine andere Option, die schon diskutiert wurde, ist, ein Plätzchen für den Bauhof auf den neuen Gewerbeflächen in Dannstadt-Ost zu finden – die allerdings erstmal entstehen müssen. Das Problem: Dieser Standort ist nicht zentral gelegen, und mit der Ortsgemeinde muss erst mal über die erforderliche Fläche verhandelt werden. Die Regionalplaner, die gegen den Standort am Edeka-Markt sind – haben als Alternative einen anderen Acker für den Bauhof im Blick: zwischen der A 65, Schauernheimer Straße, Robert-Koch-Weg und neuem Friedhof. Dieser ist vor einigen Jahren bereits als Standort für den neuen Supermarkt untersucht, aber am Ende verworfen worden. „Auch dafür müssten wir erst mal mit der Ortsgemeinde reden“, gibt Veth zu bedenken. Aber zumindest wäre dieser Standort zentral gelegen. Ob es noch weitere geeignete Standorte gibt und welche, soll die Verwaltung der Verbandsgemeinde nun herausfinden. Damit hat sie der Ausschuss beauftragt.

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