Rhein-Pfalz Kreis Eiersuchen einmal anders

Mutterstadt. Der alte Brauch des Ostereier-Suchens ist am Ostermontag wieder auf ganz andere Weise interpretiert worden. Denn das Kreisbad „Aquabella“ Mutterstadt hat zum „Ostereiertauchen“ eingeladen. Von 13 bis 16 Uhr durften Kinder und Jugendliche bunte Plastikeier aus den Becken holen und sie dann gegen süße Schokoladeneier eintauschen.
Osterhase und Schwimmmeister Matthias Tretter versuchte so unauffällig wie möglich, die Eier zu verteilen. Mit einem großen Sack war er rund um die Becken unterwegs und warf die Plastikeier ins Wasser. Nicht unauffällig genug für die begeisterten Taucher. „Wir haben in jedes Becken ein paar Eier geworfen, auch im Kinderbecken, damit auch die Kleinsten die Eier aus dem Wasser greifen können“, beschrieb er seine Verstecke. Auch im Außenbereich des Bads gab es Eier, nur das Becken mit der Rutsche wurde aus Sicherheitsgründen ausgelassen. Andreas Mayer erklärte per Durchsage: „Die ertauchten Plastikeier können bei uns Schwimmmeistern gegen Stempelzettel eingetauscht werden. Für den Zettel bekommt jeder am Ausgang ein Schokoladenei.“ Der Ansturm war riesig. Strahlende Kinderaugen, neugierige Blicke und Gedrängel beim Versuch, eine Schlange zu bilden. Manche Kinder hatten fast das ganze Becken abgetaucht und kamen mit Händen voller Eier an. „Egal, wie viele Eier ihr habt, es gibt nur einen Zettel“, stellte Matthias Tretter klar, während Andreas Mayer mit dem Stempeln nicht mehr nachkam. Im Eifer des Gefechts löste sich sogar der Stiel des Stempels. Etwa 100 Schokoeier wurden verteilt. Damit jeder eine Chance hatte, mussten die Osterhasen mehr als einmal aktiv werden und ihre Taucheier in mehreren Runden auswerfen. „Die Eier sind mit Salzwasser gefüllt. Das hat eine höhere Dichte und sorgt dafür, dass sie auch untergehen“, erklärte Matthias Tretter. Die Aktion war nur für Kinder gedacht. Ein Vater, der alleine mit Ei ankam, musste erst die Tochter holen. Die versteckte sich dann schüchtern auf Papas Schultern. „Hast du das Ei ertaucht?“, fragte Tretter. Heftiges Nicken war die Antwort. Als Belohnung durfte der Vater dann den Zettel entgegennehmen. Das Ostereiertauchen hat schon öfter stattgefunden und ist jedes Mal auf Begeisterung gestoßen, sagen die Veranstalter. Da musste auch mal ein Auge zugedrückt werden, wenn ein Kind vom Beckenrand sprang, um als Erster am Ei zu sein.