Bobenheim-Roxheim RHEINPFALZ Plus Artikel Eckbachufer wird gerodet

Der Eckbach im Osten des Ortsteils Bobenheim. In Richtung Rhein wird er so umgebaut, dass er besser mit Hochwasser zurechtkommt.
Der Eckbach im Osten des Ortsteils Bobenheim. In Richtung Rhein wird er so umgebaut, dass er besser mit Hochwasser zurechtkommt.

Zur Vorbereitung der Eckbachrenaturierung finden voraussichtlich ab Anfang Februar Rodungsarbeiten in Bobenheim-Roxheim statt. Das hat auf Anfrage der Geschäftsführer des Gewässerzweckverbands Isenach-Eckbach, Hans Peter Theiß, mitgeteilt.

Der Markierung auf einem Geländeplan zufolge wird ab der Bürgermeister-Fügen-Anlage in Richtung Rhein bis zum Bobenheimer Altrhein ein mehrere Meter breiter Uferstreifen von Bewuchs befreit. Das muss gemäß dem Naturschutzgesetz bis spätestens 28. Februar geschehen sein. Das heißt aber nicht, dass es dann sofort weitergeht mit der seit 2016 geplanten Wasserbaumaßnahme. Mit deren Umsetzung sei erst im Herbst dieses Jahres zu rechnen, so Theiß.

Das Bachbett soll im Bereich des Münchbruchs so umgestaltet werden, dass sich der Eckbach stärker schlängelt. „Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes wird entlang des neuen Bachbetts beidseitig eine Verwallung hergestellt beziehungsweise die vorhandene ertüchtigt“, erläutert der Leiter des Zweckverbands. Damit werde die Wasserrückhaltung verbessert.

Wasserspielplatz geplant

Innerörtlich soll das mehrmals umgeplante Hochwasserschutzprojekt zu einer Aufwertung der Fügen-Anlage führen, indem der sie durchlaufende Eckbach dort erlebbar wird. In dem Park soll ein Wasserspielplatz entstehen. Laut Theiß werden außerdem weitere Retentionsflächen östlich der B9 hergestellt, und das Abschlagsbauwerk wird für eine reduzierte Einleitung in den Graben E1 angepasst.

Mit Verkehrsbehinderungen während der Rodungsarbeiten rechnet Theiß eher nicht, allerdings sei der genaue Ablauf Sache der ausführenden Firma Wilhelm aus Osthofen. Diese werde möglicherweise den Februar über nur roden und die Bäume und Sträucher erst danach abtransportieren. Die Gemeindeverwaltung will nach Angaben von Bürgermeister Michael Müller (SPD) noch klären, wie und über welche Wege der Transport vonstatten gehen soll.

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