Vor der Wahl im Porträt RHEINPFALZ Plus Artikel Dudenhofen: Rainer Horländer hat Lust auf Bewegung

An der Fischaufstiegstreppe: Einer der Lieblingsplätze von Rainer Horländer in Dudenhofen.
An der Fischaufstiegstreppe: Einer der Lieblingsplätze von Rainer Horländer in Dudenhofen.

Politisch ist Rainer Horländer noch ein unbeschriebenes Blatt. Trotzdem rechnet er sich gute Chancen aus, als CDU-Kandidat der nächste Dudenhofener Ortsbürgermeister zu werden. Denn es liegt einiges im Argen, findet er.

In die CDU eingetreten ist Rainer Horländer erst vor rund zwei Jahren. „Für Politik interessiert habe ich mich aber schon immer“, sagt er. Mit den Christdemokraten sah er die größten Schnittmengen. Nun zieht er sogar für sie in den Bürgermeister-Wahlkampf. „Es wurde ein Kandidat gesucht“, blickt der 41-Jährige zurück. Der Anstoß, sich zur Verfügung zu stellen, sei letztlich von seiner Frau gekommen. Im Gespräch mit dem letzten CDU-Bürgermeister Peter Eberhard und dem CDU-Ortsvorstand habe er schnell gemerkt: „Die Unterstützung ist da.“

Als Zuhörer ist Horländer schon länger bei Sitzungen des Ortsgemeinderats Dudenhofen dabei. Dabei kam es auch schon in Einwohnerfragestunden zu Wortgefechten mit SPD-Bürgermeister Jürgen Hook (SPD). Mit diesem verbindet Horländer eine herzliche gegenseitige Abneigung, seit es vor wenigen Jahren zwischen Hook als Vorsitzendem der JFV Ganerb und Horländer als Vorsitzendem des FV Hanhofen zum Zerwürfnis kam, infolge dessen der FV aus der Jugendspielgemeinschaft ausschied. Sogar juristische Auseinandersetzungen gab es. Doch Horländer sagt, der Streit sei nicht ausschlaggebend, dass er nun auf politischer Ebene gegen den Sozialdemokraten antritt.

Das heißt freilich nicht, dass Horländer den jetzigen Bürgermeister und die Mehrheit aus SPD-, FDP- und Grünen-Ratsfraktionen nicht hart in der Sache kritisiert. „Wenn man sieht, dass zwei Millionen aus dem letzten Haushalt übertragen wurden, dann ist klar, dass nicht viel passiert ist“, sagt er. Auf der anderen Seite würden Dinge geplant, die gar nicht vom Rat beschlossen wurden. Als Beispiel nennt er Änderungen an den Plänen für den Hortneubau. „Wenn man sieht, wie die Kosten explodieren, dann kann man das den Leuten nicht mehr vermitteln“, findet Horländer.

Für Bürgerdialog

Grundsätzlich andere Vorstellungen als die Regierenden hat der 41-Jährige für die Ortsmitte. „Die SPD will den Konrad-Adenauer-Platz zur Begegnungsstätte machen. Es sollte aber in erster Linie ein Parkplatz für die Leute sein, die die Dienstleistungen der Verwaltung in Anspruch nehmen“, sagt er. Sinnvoller als für den Platz vor dem Rathaus wäre das Geld für die Sanierung anderer Straßen im Ort ausgegeben. Die Ablehnung eines Mehrgenerationen-Wohnprojekts durch einen Investor im Baugebiet Dreißig Morgen, sichere Schulwege oder Barrierefreiheit sind weitere Themen, die sich der 41-Jährige auf die Fahnen geschrieben hat. Vor wichtigen Entscheidungen schwebt ihm ein Bürgerdialog vor.

Sich ein Bürgermeisteramt auch zeitlich zuzutrauen ist nicht mehr selbstverständlich. Auch Horländer ist klar: „Das macht man nicht in zwei, drei Stunden pro Woche.“ Sein Vorteil sei, dass er als selbstständiger Finanzberater vieles delegieren und seine Arbeitszeit reduzieren könne. Beim FV Hanhofen nehme ihm der zweite Vorsitzende viel Arbeit ab, berichtet der frühere aktive Fußballer. Seine Bekanntheit in seinem Heimatort schätzt Rainer Horländer schon recht hoch ein. Der Wahlkampf – egal ob an der Haustür oder bei Veranstaltungen – soll sie noch erhöhen. „Durch Gespräche wurde ich in meinem Entschluss zu kandidieren bestärkt“, sagt er. „Viele Leute sind unzufrieden damit, dass in den letzten Jahren nicht wirklich was passiert ist.“

Zur Person

Rainer Horländer ist 41 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von sieben und neun Jahren. Beruflich ist er selbstständiger Finanzberater in Dudenhofen. In die CDU ist er vor zwei Jahren eingetreten. Als Hobbys nennt er Fußball, Volleyball, Wandern und Angeln.

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