Rhein-Pfalz Kreis
Die Wochenendkolumne aus dem Landkreis: Von umgebetteten Schattenspendern und Bierlaunen
Was den Rhein-Pfalz-Kreis in dieser Woche beschäftigt hat. Kurioses, Abseitiges – und nicht ganz ernst Gemeintes aus den Dörfern.
Sonnenschutz: Gepflanzt
Die Maxdorfer Realschüler sind in der Sommerhitze wahrlich zu bedauern. Kein Schatten auf dem kargen Schulhof. An die Wand müssen sie sich hocken, um der glühenden Sonne zu entfliehen. Doch bald ist Schluss damit. Zwei große Sonnensegel für rund 32.000 Euro hat der Kreisbauausschuss ihnen genehmigt. Damit nicht genug. Sitzflächen werden angeschafft und der Zaun versetzt, damit die Schüler mal auf eine Wiese können. Und Bäume soll es geben. Richtige Bäume. Mit dickem Stamm und schöner Krone. Für viel Schatten und gute Luft. Wie viele Jahre das dauern wird, bis die ordentlich gewachsen sind? Keine Jahre. Wohl nur Monate. Denn die drei guten Stücke werden einfach umgepflanzt. Vom Schulhof der Bobenheim-Roxheimer Realschule, die erweitert wird, nach Maxdorf. Etwas mehr als 10.000 Euro lässt der Kreis sich das kosten. Aber ob das mit der neuen Heimat gut geht? Landrat Clemens Körner ist guter Dinge: „Die Bäume aus Bobenheim-Roxheim sind Kinder gewöhnt.“
Landratsbier: Gebraut
Landratswein? Pah! Das kann doch jeder Kreischef in der Vorder- oder Südpfalz. Bier! Wir brauchen Bier! Goldgelb, mit schöner Blume. Leicht herb. Ahhhh. Mmmhhhh. Da braucht es nur noch den passenden Hopfen. Der könnte – so der Vorschlag von Dieter Rieger (AfD) im Kreisbauausschuss – zukünftig an der Maxdorfer Justus-von-Liebig-Realschule wachsen. Als Schattenspender für die Schüler. Einfach umzusetzen, pflegeleicht, mit großer Wirkung bei brütender Hitze. Und mit positivem Nebeneffekt, merkte Manuela Winkelmann (CDU) an. Denn während die einen unter den krautigen Kletterpflanzen den Schatten genießen, könnten die anderen in der Brau-AG lernen, was durch alkoholische Gärung entstehen kann. Richtig: Landratsbier der Marke Liebig-Bräu. Aber immer schön an die Mutter aller Pauker- und Pennäler-Filme denken: „Vorsicht, jeder nor einen wönzigen Schlock.“ Sonst steigt es einem schnell mal zu Kopf.
Ein beschwingtes Wochenende
wünscht Constanze Junk