Rhein-Pfalz Kreis Der Weg zum Werk: BASF befragt alle Mitarbeiter

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Vom Abriss der Hochstraße Nord sind zahlreiche BASF-Mitarbeiter betroffen. Der Chemiekonzern bereitet sich darauf mit einer Mobilitätsbefragung im Oktober vor.

Jeder Mitarbeiter am Standort Ludwigshafen kann bei der Umfrage mitzumachen. Dabei soll es unter anderem darum gehen, wie der Aniliner zur Arbeit kommt und wie sich sein Verhalten durch andere Angebote ändern könnte. Das sagte BASF-Arbeitsdirektor Michael Heinz. Bis Anfang 2018 soll die Befragung ausgewertet und die Mitarbeiter über die Ergebnisse informiert werden. Der Konzern prüft, seinerseits, welche Schlüsse er daraus ziehen kann. „Wenn ein Mitarbeiter mehrfach umsteigen muss, nutzt er die Nahverkehrswege nicht“, sagte Heinz und verwies darauf, dass die BASF einen Vertrag für den S-Bahn-Anschluss unterzeichnet hat. Ab Ende 2018 soll das Streckennetz der S-Bahn Rhein-Neckar bis auf das Werksgelände führen. Derzeit nutzten nur etwa 1300 Mitarbeiter die S-Bahn. „Das muss sich mehr als verdoppeln“, so Heinz. Doch es gibt noch andere Ideen für einen direkteren Weg zum Arbeitsplatz, etwa über sogenannte Hubs (englisch für Knotenpunkt). An diesen zentralen Stellen könnten Busse abfahren, die Mitarbeiter bis ins Werk und direkt zu den Produktionsstätten fahren. Viele Mitarbeiter wohnten „in der Fläche“ und seien nicht direkt an die S-Bahn angeschlossen. Zu den Hubs wäre ein Modellprojekt als Test denkbar, so der 53-Jährige. Ob im Zuge des Hochstraßenabrisses ein Job-Ticket eingeführt wird, ließ er offen. Die Frage sei, ob die Verkehrsbetriebe attraktivere Konditionen anbieten. Engpässe im Straßennetz wie durch den Hochstraßenabriss betreffen auch den Güterverkehr. Hier werde nachgedacht, Lkw-Fahrer mit speziellen Apps auszustatten, um die Wege zu optimieren. Überhaupt stellt die BASF das Logistikkonzept für Ludwigshafen derzeit um. Mitte 2018 soll ein vollautomatisches Tankcontainer-Lager in Betrieb gehen, das derzeit gebaut wird. Heinz ist seit 140 Tagen Arbeitsdirektor und Standortleiter. Da er möglichst viele der rund 34.500 Standort-Mitarbeiter persönlich kennenlernen möchte, hat er sich vorgenommen, pro Woche einen der 200 Betriebe im Werk zu besuchen. Dabei komme ihm seine Erfahrung im Mannschaftssport als aktiver Wasserballer zugute. Er wisse, mit einer guten Teamleistung könne man viel bewegen.

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