Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Der erste Spargel ist da

Hat seit Mittwoch den ersten Spargel aus heimischem Anbau im Angebot: Markus Zürker von Zürkers Hofladen in Dudenhofen.
Hat seit Mittwoch den ersten Spargel aus heimischem Anbau im Angebot: Markus Zürker von Zürkers Hofladen in Dudenhofen.

Der März ist gerade einmal ein paar Tage alt und schon vermeldet der erste Landwirt im Speyerer Umland: Die Spargelernte hat begonnen.

Kommt Spargel bald als Weihnachtsessen auf den Tisch? Ganz so weit, sind wir noch nicht. Aber dass die Spargelernte immer früher beginnt, lässt sich durchaus beobachten – was einerseits am wärmer werdenden Klima, aber auch an den modernen Anbaumethoden der Bauern liegt. Bei Familie Zürker ist der Spargel unter drei Schichten Folie gereift. Im Spätjahr waren die Pflanzen abgedeckt worden. „Aufgrund des warmen Februars waren wir mit dem Erntebeginn noch mal eine Woche früher als im vergangenen Jahr“, berichtet der Dudenhofener Landwirt Roni Zürker. Auch die Feuchtigkeit habe gepasst – anders als zum Beispiel in Teilen Norddeutschlands, wo Spargelbauern mit zu viel Regen zu kämpfen hatten.

Die ersten Stangen Dudenhofener Spargel sind am Mittwoch im Hofladen seines Bruders Markus neben der katholischen Kirche in den Verkauf gegangen. Die Qualität sei gut, berichtet dieser: „Ich habe die ersten geschält, es waren keine holzigen dabei“, sagt er. Dass das Stangengemüse so früh die Köpfe aus der Erde streckt, war für die Familie selbst eine Überraschung: „Vorgestern habe ich noch nicht damit gerechnet“, sagt Roni Zürker am Mittwoch. Dann sei aber sein Sohn Andreas auf dem Acker gewesen und habe die ersten Stangen gesehen. Damit war klar: Die Ernte muss beginnen.

Ernte noch auf Sparflamme

Allerdings läuft diese noch auf Sparflamme. „Wir ernten nicht jeden Tag“, sagt Roni Zürker. Auch seien nur rund 10 Prozent des Personals im Vergleich zur Hochsaison im Einsatz – derzeit rund zehn Leute. Und von den zirka 30 Hektar, auf denen die Familie Spargel anbaut, sind diese aktuell nur auf rund 3 Hektar zugange. Der Ertrag liege bei ungefähr 100 Kilogramm pro Hektar täglich – was etwa 30 Prozent des Tagesertrags in der Hochsaison entspricht.

„Wir werden genug Spargel haben“, ist Markus Zürker zuversichtlich. Verkauft wird dieser derzeit hauptsächlich im Hofladen, der täglich von 7 bis 20 Uhr geöffnet ist. Acht Sorten gibt es dort: „Dicke, dünne, krumme – wir haben alles da“, sagt Zürker. Der Preis sei der gleiche wie im vergangenen Jahr. „Wir haben auch was für den kleinen Geldbeutel“, verspricht er. Los gehe es mit Bruchspargel ohne Köpfe, den es für vier Euro pro Kilo gebe. Für den edelsten Spargel wird natürlich ein deutlich höherer Preis aufgerufen – eine genaue Zahl möchte Zürker lieber nicht öffentlich verkünden.

Für die kommenden Wochen wünscht sich Roni Zürker „verhaltene Wärme“. Auf diese Weise würden Angebot und Nachfrage am besten zusammenpassen. Denn wenn es zu warm wird, kommt zu viel Spargel früh auf den Markt. Dabei hätten viele Kunden das Gemüse Anfang März noch gar nicht auf dem Schirm. Doch das kann sich schnell ändern. Und der vielfach hochgereckte Daumen auf der Zürkerschen Facebook-Seite, als das erste Spargel-Bild dieses Jahres auftauchte, zeigt jedenfalls: Viele Spargelfans können es gar nicht erwarten, dass das weiße Gold endlich auf den Teller kommt.

Spargelfeld von Familie Zürker: Die Ernte beginnt.
Spargelfeld von Familie Zürker: Die Ernte beginnt.
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