Rhein-Pfalz Kreis Da ist Teamgeist gefragt

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Limburgerhof. Hochsprung, Hindernislauf, Sackhüpfen – und eine erfrischende Wasserschlacht: Rund 180 Schüler sind gestern beim Grundschulsportfest im Waldstadion in Limburgerhof gegeneinander angetreten. Die Hitze hielt die Sportler nicht davon ab, in den sechs Disziplinen alles zu geben und ihr Team so weit wie möglich nach vorne zu bringen. Zwischendurch war auch noch Zeit für ein bisschen Unfug.

„Die Schattenplätze sind heute heiß begehrt“, sagt Philipp Kettenbach, Lehrer der Realschule plus in Dudenhofen, und deutet auf die Tribüne, wo sich einige Schüler und Betreuer vor der Julisonne verstecken. Trotz der Temperaturen sind die 180 Jung-Athleten aus der zweiten bis vierten Klasse top motiviert. „Die Hitze macht uns nur beim Rennen etwas aus, sonst geht’s“, erklären Schüler der Domholzschule Limburgerhof. Sechs Disziplinen gilt es an diesem Tag zu absolvieren, darunter Staffellauf, Werfen, Stoßen und ein Hindernislauf. Dabei ist Teamgeist gefragt, denn die Schüler kämpfen nicht für sich selbst, sondern in Gruppen für ihre Schule. „Das Sportfest ist ein Höhepunkt für die Kinder“, erklärt die Mutter eines Teilnehmers. „Die Zusammenarbeit macht ihnen besonders Spaß.“ Und das merkt man. Beim Hochsprung wird jeder Schüler von seinen Klassenkameraden angefeuert, als ginge es um olympisches Gold, und beim Mannschaftszonen-Weitsprung werden sofort stolz die Ergebnisse zusammengerechnet: „Ich bin in die sechste Zone gesprungen; ich war dreimal auf der fünf“, hört man es vom Sportplatz schallen. Neben einer gehörigen Portion Spaß ist also auch viel Ehrgeiz im Spiel. „Das Sportfest ist ja immer ein Vergleichswettbewerb, jeder möchte das Beste erreichen“, erklärt Luca Zandegiacomo, Lehrer der Karl-Hufnagel-Schule in Harthausen. Zwei Stunden zuvor: Um 9 Uhr in der Früh gibt Landrat Clemens Körner (CDU) den Startschuss für das Spektakel. Er erklärt die Spiele für eröffnet und entlässt die Schüler der 13 Grundschulen inklusive Lehrern und Betreuern in den Wettkampf. „Die Kreisverwaltung hat uns Wasser gespendet, das ist natürlich super“, sagt Philipp Kettenbach mit Blick aufs Thermometer. Einige Schüler entschließen sich aber lieber dazu, ihre Wasservorräte als Kampfmittel in einer spontanen Wasserschlacht zu verwenden, anstatt sie zu trinken. „Ich will auch noch nass gemacht werden, klar?“, hört man ein Kind rufen, das wohl noch keine Erfrischung abbekommen hat. Nach der zwischenzeitlichen Abkühlung versuchen die Schüler weiter, ihr jeweiliges Team an die Spitze zu katapultieren. Am Ende des Tages gelingt das den Grundschulen Beindersheim und Hochdorf-Assenheim sowie der Rehbachschule Neuhofen, die sich mit insgesamt 65 Punkten den ersten Rang teilen. Auf Platz zwei findet sich mit 56 Punkten die Grundschule Schifferstadt Nord ein. „Bronze“ ergattert die Karl-Wendel-Grundschule Lambsheim mit 54 Punkten. Ungeachtet dieses Rankings erhält jedes Kind eine Urkunde sowie eine Freikarte für ein Schwimmbad im Rhein-Pfalz-Kreis. Letztere dürfte wohl in diesen Tagen der heimliche Hauptgewinn sein. Den Abschluss des Wettkampftages bildet das Sackhüpfen. Das Wichtigste sei die Freude an der Bewegung, erklärt Philipp Kettenbach. „Die Kinder haben Spaß“, fügt eine Betreuerin hinzu und fasst den Tag damit passend zusammen.

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