Limburgerhof
Corona-Infektambulanz: Genug Tests vorhanden
„Es ist uns wichtig, dass Infektpatienten in unserer Praxis keinen Kontakt haben zu anderen Patienten“, sagt Heike Beier über die Motivation zur Einrichtung der Ambulanz. Da das Praxisteam einen Funktionsraum nutzen kann, der über einen separaten Eingang verfügt, habe es sich angeboten, eine Infektambulanz einzurichten. Dort werden Rachen-Abstriche zum Nachweis einer Infektion mit dem Coronavirus vorgenommen. „Zu uns können alle Patienten kommen, nicht nur die aus unseren Praxen“, versichert Beier. Wichtig sei eine telefonische Anmeldung, um auch hier den Kontakt zu anderen Menschen möglichst gering zu halten. In der Regel erfolge der Test am gleichen Tag, das Ergebnis liege innerhalb von 24 Stunden vor. Wenn möglich, sollen die Patienten alleine kommen. Mitgebracht werden muss nur die Versichertenkarte, ein Mundschutz wäre gut. Es werden auch Patienten ohne Symptome getestet. Das allerdings sei nicht in jedem Fall eine Kassenleistung.
Viele Tests, nur wenig positive Ergebnisse
Die Abstriche führt je eine der vier Ärztinnen zusammen mit einer Assistentin durch. „Wir arbeiten in Vollmontur“, sagt Heike Beier. So fühle sie sich gut geschützt. „Angst habe ich keine. Sonst hätte ich auch den falschen Beruf“, sagt sie. Die anfänglichen Probleme, genügend Schutzausrüstung zu bekommen, haben sich gelegt. „Es läuft sehr gut, wir werden von der Kassenärztlichen Vereinigung unterstützt und haben Desinfektionsmittel von der BASF bekommen. Dafür sind wir echt dankbar“, sagt die Ärztin. Genug Tests gibt es ebenfalls.
Die Infektambulanz werde sehr gut angenommen. „Wir haben schon viel getestet“, sagt Heike Beier. Positive Ergebnisse habe es aber noch nicht viele gegeben. Zwar besteht auch die Möglichkeit, mittels eines Antikörpertests eine schon überstandene Covid-19-Infektion nachzuweisen. Über die Zuverlässigkeit solcher Untersuchungen kann Beier allerdings noch keine Aussage machen. „Ich wäre da eher zurückhaltend und würde noch warten“, rät sie.