Rhein-Pfalz Kreis Breitband: Kreis beauftragt Machbarkeitsstudie

Ludwigshafen. Der Rhein-Pfalz-Kreis strebt eine flächendeckende Internetversorgung mit einer Geschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s an. Bis zum 28. Februar kann er dafür bei Bund und Land Fördermittel beantragen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine Machbarkeitsstudie. Damit soll der Tüv Rheinland beauftragt werden.
Die Kosten für diese Machbarkeitsstudie beziffert die Kreisverwaltung auf rund 39.000 Euro. Die können aber mit bis zu 90 Prozent gefördert werden. Ein entsprechender Antrag sei beim Innenministerium gestellt. Wie teuer die Verlegung der entsprechenden Kabel wird, steht indes noch nicht fest. Das hängt davon ab, wie viele Gebiete im Kreis noch mit Breitband versorgt werden müssen. Auch das Vorhaben kann gefördert werden, wenn denn eine entsprechende Machbarkeitsstudie vorliegt. „Damit wir von Bund und Land Geld bekommen, müssen die Verbesserungen allerdings deutlich sein. Deshalb gilt es, die weißen Flecken herauszufinden“, erklärte Landrat Clemens Körner (CDU) im Kreisausschuss. Dazu solle bei der Studie präzise die Internetversorgung in jeder Wohnung beziehungsweise jedem Haushalt ermittelt werden. Jürgen Creutzmann (FDP) hielt 50 Mbit/s für zu langsam: „Das reicht nicht. Im Grunde brauchen wir Glasfaserkabel.“ Körner wies darauf hin, dass die Ausschreibung keinen Anbieter diskriminieren darf. „Deswegen können wir nicht 400 Mbit/s fordern. Darüber haben wir lange diskutiert“, sagte er. Aufgabe des Tüv Rheinland sei daher auch, die infrage kommenden Anbieter zu prüfen und einen Vorschlag zu erarbeiten, mit wem der Landkreis am besten einen Vertrag abschließen sollte. Auf einen weiteren Aspekt wies Mutterstadts Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD) hin: Nach seinem Kenntnisstand wolle ein Anbieter bereits 2017 das Netz in Mutterstadt und Neuhofen ausbauen. Aus dem Grund sollten die mit der Studie beauftragten Experten mit berücksichtigen, wie sich das auf das Gesamtprojekt Breitbandversorgung – auch preislich – auswirken würde. Schneiders Amtskollege aus Böhl-Iggelheim, Peter Christ (CDU), merkte an, für jeden Bürger müsse die gleiche Versorgung bereitgestellt werden. Was letztlich installiert wird, entscheide selbstverständlich jeder selbst. Glasfaserkabel wären wünschenwert, stimmte er Creutzmann zu. Nur seien die eben nicht bezahlbar. Bei den weißen Flecken werde es sich im Rhein-Pfalz-Kreis wohl vor allem um Industriegebiete handeln und die bräuchten schnelle Anschlüsse am nötigsten. |mamü