Rhein-Pfalz Kreis
Bobenheim-Roxheim: Sozialwohnungsmieter wünschen sich mehr Sicherheit am Globus-Kreisel
Vor eineinhalb Jahren hat Irena Siemon an der Seite von Helmut Winterbauer und Guntram Kühn für einen besseren Umgang der Wohnungsgesellschaft Vonovia mit deren 90 Mietparteien in der Limburg- und der Trifelsstraße in Bobenheim-Roxheim gekämpft. Wir haben die Gärtnermeisterin und Gartenbautechnikerin gefragt, welche „Baustellen“ es aus Sicht der drei Interessenvertreter in der Wohnanlage noch gibt.
Frau Siemon, Sie und ihre Mitstreiter haben sich kürzlich über einen Sandsturm beschwert, der über ihr Wohnviertel hereingebrochen ist und alles verdreckt hat. Was genau war da los?
Ein großes Feld neben dem Globus-Markt wird seit längerer Zeit nicht mehr bepflanzt, und ein Sturm wirbelte Erdstaub und Sand in das Wohngebiet. Der Dreck landete bis weit in die Gemeinde hinein auf Autos, in Häusern und Wohnungen. Nach unseren Beschwerden hat der Landwirt sein riesiges Feld umgepflügt und auch bewässert. Somit ist dieses Problem vorerst aus der Bobenheim-Roxheimer Welt geschafft.
Haben Sie noch weitere Anliegen im Interesse Ihrer rund 250 Nachbarn in den Sozialwohnungen?
Es war und ist unser Anliegen, die Mietergemeinschaft gegenüber der Vonovia im besten Sinne eines positiven Zusammenlebens zu vertreten. Zwischenzeitlich haben sich die Verbindungen zum neuen Objektleiter über den neuen Hauswart sowie das Wohlbefinden der Mieter spürbar verbessert. Die Wertstoffcontainer stehen leider immer noch wie riesige Plastik-Dinosaurier in der Anlage und verunstalten das Gesamtbild. Sie müssen unbedingt verschwinden. Die Firma Vonovia will zwei Garagen zur Verfügung stellen, in der die Mieter Wertstoffsäcke unterbringen können, bis sie vom Entsorgungsunternehmen abgeholt werden. Ansonsten bekümmert uns noch die Verkehrssituation am sogenannten Globus-Kreisel. Das Überqueren der dortigen Straßen ist teilweise lebensgefährlich, besonders für Kinder und alte Menschen. Außerdem gab es dort schon eine Schlägerei, weil ein Autofahrer sich von einem querenden Fußgänger bedrängt fühlte. Wir wünschen uns da einen Zebrastreifen. Bürgermeister Michael Müller hat einen Ortstermin mit der zuständigen Landesbehörde in Aussicht gestellt.
Wie hat sich das Zusammenleben in dem Quartier entwickelt, seit die RHEINPFALZ vor einem Jahr zuletzt berichtet hat?
Unter anderem durch die Artikel der RHEINPFALZ hat sich eine andere Sichtweise zum „Miteinanderleben“ in der Wohnanlage ergeben. Die Lösung unserer Probleme wird jetzt als gemeinschaftliche Aufgabe erkannt, und durch die Wahl von uns dreien als ehrenamtliche Interessenvertreter wurde eine Anlaufstelle geschaffen, die sich auch bei individuellen Problemen mit der Vonovia zusammensetzt und konsequent verhandelt. Das Erscheinungsbild der Anlage hat sich seither positiv verändert. Und die Mieter aus vielen Nationen und Kulturen gehen nun eher aufeinander zu. Die Vonovia hat mit uns Zusammenkünfte und Sprechstunden organisiert. Diese Begegnungen im Rathaus hat unser Bürgermeister angeregt und arrangiert – und gute Ergebnisse sind die Erfolge davon.
Interview: Waltraud Werdelis