Rhein-Pfalz Kreis
Bobenheim-Roxheim: Pfarrer Rubel und zwei Diakone verlassen die Großpfarrei
In der Pfarrei Heiliger Petrus Bobenheim-Roxheim stehen gravierende personelle Veränderungen an. Pfarreileiter Andreas Rubel geht am 15. August als Diözesanjugendseelsorger nach Speyer, und die beiden nebenamtlich arbeitenden Diakone Helmut Weick und Andreas Stellmann werden Diakone im Hauptamt und müssen deshalb am 1. August ihren Arbeitsplatz wechseln.
Andreas Rubel ist vor gut einer Woche von der Diözesanversammlung des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) mit 34 von 39 Stimmen zum Nachfolger von Carsten Leinhäuser im Amt des Diözesanpräses gewählt worden und wird künftig die Abteilung Jugendseelsorge im Bischöflichen Ordinariat leiten. Er wolle an dem Visionsprozess des Bistums Speyer mitwirken und sich bei Themen wie Ökumene, Prävention und ökologischer Ausrichtung der Verbandsarbeit mit ganzer Kraft für die Belange junger Menschen einsetzen, begründet der 50-jährige Priester den Wechsel.
Rubel empfindet seine neue Aufgabe für die katholische Jugend als Ehre
Die Einladung, für das Amt zu kandidieren, sei im Januar für ihn eine Riesenüberraschung sowie eine Ehre gewesen, berichtet Rubel auf Anfrage. Er selbst hätte sonst einen Wechsel nicht angestrebt, „denn wir entwickeln ja gerade ein neues Pastoralkonzept“. Er wisse diese Aufgabe allerdings in guten Händen. Rubel ist seit 15 Jahren in Bobenheim-Roxheim tätig. Er will nach Lampertheim ziehen und mit dem dortigen Pfarrer, einem Studienfreund, in einer Wohngemeinschaft leben. Rubels Job als Geschäftsführer der Pfarrei werde vorübergehend Pfarrer Michael Baldauf (bislang Kooperator) übernehmen.
Es wird vermutlich einige Monate dauern, bis ein Nachfolger die Arbeit aufnimmt
Rubels Stelle wird ausgeschrieben, er rechnet mit einer mehrmonatigen Vakanz. „Möglicherweise werden in der Zeit noch Möglichkeiten gefunden, wie man Entlastung schaffen kann“, sagt er. Denn außer Baldauf wird ab August vorerst nur noch Gemeindereferentin Sabrina Lingenfeld-Faber in der Pfarreiführung arbeiten. Die beiden bislang nebenberuflich tätigen Diakone, die unter anderem im Predigtdienst eingesetzt waren, wollen ihr Ehrenamt zum Hauptberuf machen. Das ist seit Kurzem auch Bewerbern erlaubt, die keinen sozialen Beruf gelernt haben. Sie müssen nun eine weitere theologische Ausbildung in der Nähe von München absolvieren, werden aber schon einer Pfarrei zugeordnet.
Helmut Weick und Andreas Stellmann dürfen ihr neues Amt nicht in der Heimatgemeinde ausüben
Helmut Weick, in Bobenheim-Roxheim unter anderem zuständig für die Wasserprozession und das Johanniterheim in Kleinniedesheim, wechselt nach eigenen Angaben zur Pfarrei Heilige Edith Stein Schifferstadt, um den dortigen Pfarrer Georg Müller zu entlasten. Andreas Stellmann gibt die Leitung der Regionalverwaltung des Bistums auf, um ebenfalls Diakon im Hauptberuf zu sein. Wo er zum Einsatz komme, entscheide sich nächste Woche, sagt Stellmann auf Anfrage. Es sei nicht möglich, dieses Amt in der Heimatgemeinde auszuüben, nennt der Caritasfachmann und Kolpingwerkfunktionär den Grund für seinen und Weicks Weggang.