Rhein-Pfalz Kreis Bobenheim-Roxheim: Kaltes Frühjahr tödlich für junge Störche
In den Feuchtgebieten rund um den Altrhein finden Störche in der Regel einen gedeckten Tisch. Etwa zehn von ihnen bleiben inzwischen sogar im Winter in Bobenheim-Roxheim, beobachtet Naturschützer Ewald Marx. Das Wetter im Frühjahr könnte allerdings in diesem Jahr für einige Küken dramatische Folgen gehabt haben.
Das kühle und nasse Wetter im Frühjahr dürften einige Storchenküken in Bobenheim-Roxheim nicht überlebt haben, befürchtet der Vorsitzende des Vereins für Naturschutz und Heimatpflege, Ewald Marx. Generell sei der Bestand mit etwa 25 bis 28 Tieren seit Jahren stabil. Zehn der Vögel verlassen die Region selbst im Winter nicht mehr. „Sie finden hier ideale Futterbedingungen“, sagt Marx. Die Flugstrecken würden durch die Veränderung des Klimas generell kürzer. Statt nach Afrika zögen die Störche inzwischen oft höchstens noch bis Südfrankreich. Marx’ Verein setzt sich für den Schutz der Störche ein und betreut selbst gegenüber des Vogelparks in Bobenheim-Roxheim einen Storchenmast. In dem Nest dort seien aktuell zwei Junge. Außerdem habe man mit dem Betriebshof vereinbart, dass Bäume, die eigentlich gefällt werden sollten, erhalten und so zurückgeschnitten würden, dass Störche in ihren Kronen Nester bauen können. In den zurückliegenden beiden Jahren hätten Anwohner rund um den Vogelpark über verschmutzte Dächer und Häuser geklagt. Man habe sich in diese Debatte als Ratgeber eingebracht. „Inzwischen gibt es keine Beschwerden mehr“, sagt Marx, der Naturschutzbeauftragter des Rhein-Pfalz-Kreises ist. Die Störche hätten Nistmöglichkeiten auf Freiflächen außerhalb gefunden.