Rhein-Pfalz Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Bobenheim-Roxheim: Großer Andrang bei Kleidertauschparty

Auf der Suche nach Second-Hand-Kleidung: (von links) Inge Baucic, Marianne Witt und Marion Schebsdat.
Auf der Suche nach Second-Hand-Kleidung: (von links) Inge Baucic, Marianne Witt und Marion Schebsdat. Foto: BOLTE

Sie war von Anfang an beliebt, doch mittlerweile haben die Organisatorinnen Sorge, dass das Martin-Luther-Gemeindehaus nicht mehr groß genug ist. Am Samstagnachmittag, bei der zehnten Kleidertauschparty in Bobenheim-Roxheim, gab es ein regelrechtes Gedränge.

Initiatorin Helga Guthmann und Bärbel Neubauer von der protestantischen Kirchengemeinde begrüßen die Gäste und räumen ein, dass sie eigentlich keine Werbung mehr für die zweimal im Jahr stattfindende Veranstaltung brauchen. Der helle Saal ist gleich zu Beginn sehr gut gefüllt; viele der fast ausschließlich weiblichen Teilnehmer sind aus umliegenden Orten, zum Beispiel Worms, gekommen.

Über vier großen Tischen wurden viele Taschen mit Blusen, T-Shirts, Pullovern, Hosen, Röcken und Kleidern ausgeleert. Wer hier etwas für sich oder die Lieben daheim ergattern will, darf nicht zimperlich sein, sondern muss sich seinen Platz am Tischrand erobern und beherzt zugreifen. Manche füllen sich mit geübtem Blick die große Ikea-Tasche und verschwinden. Die meisten aber bleiben länger da, denn bis 17 Uhr kommen immer wieder neue Gäste mit Klamottennachschub.

„Das ist besser, als die gebrauchten Sachen in den Container zu werfen, sagt eine Bobenheim-Roxheimerin, die schon öfter hier war. Man könne nämlich miterleben, wie sich jemand anderes darüber freue.“ In der Tat: Eine Frau zeigt glücklich eine pfiffige Hose. „Endlich eine, die passt!“ Sie habe viel Gewicht verloren und deshalb ihre zu großen Hosen mitgebracht, um sich hier neu einzudecken, erzählt sie.

Bei der Kleidertauschparty gibt es keine Berührungsängste. Die Frage „Steht mir das?“ kann man hier jeder Besucherin stellen. Und wer noch keinen Kontakt beim Wühlen und Anprobieren gefunden hat, findet ihn spätestens im Foyer des Gemeindehauses beim Kuchenessen und Kaffeetrinken.

Den beim letzten Mal eingeführten Upcycling-Wettbewerb gewinnt Emily Schmid. Die Schülerin hat gemeinsam mit ihrer Oma aus Kleiderresten einen Wendemantel genäht, der Publikum wie Jury begeistert.

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