Jahresrückblick 2022
Bobenheim-Roxheim: Fluglärm bleibt Topthema
Das Jahr beginnt mit der Gründung einer Bürgerinitiative und der Kündigung von Gemeindegrundstücken auf dem Landeplatz. Das soll Druck auf die zur Stadt Worms gehörende Betreibergesellschaft erzeugen. Das Ziel: Verlegung der Platzrunde, die vor allem Flugschüler oft üben müssen und damit Bewohner des Ortsteils Bobenheim in den Wahnsinn treiben.
Doch die Flugplatz GmbH ist dazu nicht befugt. Sie kann das lediglich bei der Luftfahrtbehörde beantragen. Ein paar Nutzungsbedingungen werden geändert. Kein großer Wurf, sagen die Kritiker. Die GmbH und die Luftsportvereine sowie Wartungs- und Ausbildungsbetriebe werben um Verständnis: Der Verkehrslandeplatz sei enorm wichtig für die Infrastruktur und die Wirtschaft der Region sowie für den Pilotennachwuchs.
Staatssekretär moderiert
Das scheint das Verkehrs- und Wirtschaftsministerium des Landes Rheinland-Pfalz ebenso zu sehen. Staatssekretär Andy Becht (FDP) moderiert im Sommer zwar einen Austausch der Meinungen, in den Pressemitteilungen klingt zwischen den Zeilen aber immer durch, dass wohl nichts beschlossen wird, was die Sicherheit oder den Fortbestand des Flugplatzes gefährden könnte.
Zum Jahresende verteilt Becht schon mal die ablehnende Stellungnahme der Deutschen Flugsicherung zu dem beim Landesbetrieb Mobilität anhängigen Antrag auf Verlegung der Platzrunde. In der Schwebe bleibt, ob die Genehmigungsdirektion dem Antrag der Flugplatz GmbH auf Enteignung der Gemeinde stattgibt, damit deren Grundstücke weiter für Starts und Landungen zur Verfügung stehen.