Rhein-Pfalz Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Bobenheim-Roxheim benennt Grünanlage nach Jürgen Martin

Starb im vergangenen Jahr im Silbersee: Jürgen W. Martin.  Foto: BOLTE
Starb im vergangenen Jahr im Silbersee: Jürgen W. Martin.

Die Gemeinde Bobenheim-Roxheim wird den Platz der Partnerschaften nach Jürgen Martin benennen. Das ist im Gemeinderat am Donnerstag beschlossen worden, nachdem drei Vereine die Umbenennung beantragt hatten.

Jürgen Martin war Seniorenbeauftragter und Präsident des deutsch-französischen Freundschaftskreises, als er im Mai vergangenen Jahres beim Schwimmen im Silbersee im Alter von 74 Jahren den Tod fand. Die Gemeinde verlor mit ihm nicht nur einen engagierten Kommunalpolitiker – er gehörte als CDU-Mitglied viele Jahre dem Gemeinderat an – sondern auch einen Fürsprecher alter Menschen, einen kulturellen und kirchlichen Akteur sowie einen Kämpfer für die Völkerverständigung. Die Partnerschaft Bobenheim-Roxheims mit Chevigny-Saint-Sauveur sei sein Lebenswerk gewesen, meinen die Vorsitzenden von Freundschaftskreis, Naturfreunden und Radfahrerverein. Sie wollen sich an den Kosten eines Schilds beteiligen, das die kleine Grünfläche an der Raiffeisenstraße künftig als „Jürgen-W.-Martin-Anlage – Platz der Partnerschaften“ ausweist.

Mit dem Vorschlag rannten sie im Gemeinderat am Donnerstag offene Türen ein – außer bei den Grünen, die statt einer Namensänderung eine Gedenktafel befürworten. In einem missglückten und missverständlichen Wortbeitrag warf Fraktionssprecher Matthias Vettermann die Frage auf, welcher Name sich denn hinter der Initiale W., auf die Martin großen Wert legte, verberge. Wilhelm, meinte jemand im Rat, doch Klaus Graber (CDU) wusste es besser: Walter.

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