Bobenheim-Roxheim Bewegungstreff für Behinderte und Nichtbehinderte

Jogger: Bei dem neuen Angebot sollen sich behinderte und nicht behinderte Menschen gemeinsam bewegen.
Jogger: Bei dem neuen Angebot sollen sich behinderte und nicht behinderte Menschen gemeinsam bewegen.

„Bewegung trifft Inklusion“ heißt ein neues Angebot des Landessportbunds, das in Bobenheim-Roxheim ausprobiert wird. Ab 31. Januar sind behinderte und nicht behinderte Menschen eingeladen, sich in der Gruppe und mit Anleitung an der frischen Luft zu bewegen.

Jeden Montag um 10 und jeden Mittwoch um 14 Uhr wollen Bewegungsmanagerin Anna Pec-Schmitt und Sport-Inklusionslotsin Evi Weis all jene anlocken, die sich bisher nur schwer dazu aufraffen können, regelmäßig spazieren zu gehen. Manche sind vielleicht nicht gern allein unterwegs, andere haben eventuell ein Handicap, das sie von körperlicher Aktivität abhält. Sie alle, ob jung oder alt, behindert oder nicht behindert, laden die beiden Frauen dazu ein, einen 30-minütigen Aufenthalt am Altrhein zur Gewohnheit zu machen. „Das Angebot ist bewusst niedrigschwellig“, erläutert Anna Pec-Schmitt auf Anfrage. Es gehe hier nicht um Sport oder gar Leistungssport, sondern darum, Freude an der Bewegung zu entwickeln.

Wichtig ist Pec-Schmitt und Weis der Inklusionsgedanke, also dass niemand ausgeschlossen wird. Wer mit Kinderwagen oder Rollator mitmachen will, ist ebenso willkommen wie Rollstuhlfahrer oder Sehbehinderte. Vor Ort und in der Gruppe wird geschaut, wie sich die unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedürfnisse verbinden lassen.

Initiatorinnen betreten Neuland

„Wir haben noch keine Erfahrung mit diesem neuen Angebot“, sagt die Bewegungsmanagerin, die innerhalb der Initiative „Land in Bewegung“ vorwiegend im Rhein-Pfalz-Kreis tätig ist. Deshalb kann sie auch nicht einschätzen, mit wie vielen Teilnehmern sie und Weis es zu tun bekommen werden. Notfalls müsse die Gruppe geteilt werden.

Treffpunkt wird die im November installierte Inklusionsschaukel neben der Minigolfanlage unterhalb des Binnendamms sein. Für Holger Voll, den Behindertenbeauftragten der Gemeinde, hat dieses Gerät, auf dem zum Beispiel Rollstuhlfahrer schaukeln können, eine besondere Bedeutung: „Es steht zwischen den Spiel- und Fitnessgeräten für Nichtbehinderte“, sagt er. „So würden wir das auch gern auf anderen Spielplätzen hinkriegen.“

Kontakt

Damit die Bewegungstreffs gut geplant werden können, bitten die Initiatorinnen um Anmeldung unter Telefon 0171 1048533 oder 0171 5810390 beziehungsweise per E-Mail an a.pec-schmitt@lsb-rlp.de oder e.weis@lsb-rlp.de.

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