DUDENHOFEN
Betreuung im Corona-Rhythmus
Der Nachwuchs hat Energie und die lässt er gerne raus. Die Kraft, die hinter den donnernden Trommeltönen steckt, die aus der Turnhalle ins Freie dringen, lässt daran keinen Zweifel. Spaß macht das Üben auf den Cajon genannten Schlagwerken obendrein – selbst mit Mundschutz.
„Die Kinder sind daran gewöhnt“, sagt Stina Dezatkins. Die Dudenhofener Jugendpflegerin hat ebenfalls einen Kraftakt hinter sich. Nur zweieinhalb Wochen Zeit blieben ihr, um ein Programm auf die Beine zu stellen, das Mädchen und Jungen wenigstens ein bisschen Abwechslung bietet. Wert legt Dezatkins auf eine Feststellung: „Wir haben eine Notbetreuung, keine Ferienbetreuung.“
Der Unterschied liegt im Grundsätzlichen, denn in der Corona-Zeit ist kaum etwas wie sonst. „Wir mussten uns am Schulkonzept orientieren“, macht Dezatkins deutlich. Das heißt Maskenpflicht für alle, aber auch die bekannten Komponenten Abstand und Händewaschen. Zwölf Betreuer kümmern sich um 21 Kinder, die wiederum in zwei getrennt voneinander aktive Gruppen aufgeteilt sind.
Großer Mehraufwand
Der Mehraufwand im Vergleich zu normalen Jahren ist gewaltig, wie Dezatkins erläutert. „Jede Gruppe hat einen Hygiene- und Toilettenbeauftragten“, sagt sie. Der achtet auf die Einhaltung der Regeln. Der Aufenthalt im Inneren ist auf ein Mindestmaß beschränkt. Meist sind die Kinder im Freien unterwegs gewesen. „Das ergibt sich auch gut mit dem Abenteuerspielplatz“, ist Dezatkins dankbar für das tolle Angebot in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schule.
Kreativ geworden sind die Grundschüler mehr als einmal: Batiken, Mandalas malen, Armbänder knüpfen. Die Ideenpalette ist groß. Auch einen kleinen Hockeyworkshop hat es gegeben, einer aktiven Spielerin im Betreuerteam sei Dank. „Wir müssen viele Abstriche machen, weil vieles schlicht nicht möglich ist aufgrund der Vorgaben“, sagt Dezatkins.
Sie ist stolz auf alle Helfer, die so gut miteinander harmonieren. „Gerade in der jetzigen Zeit kam unser Team-Gefüge sehr gut zur Geltung“, ist die Jugendpflegerin dankbar. An den Abenden habe jeweils Manöverkritik stattgefunden und die Vorbereitung auf den nächsten Betreuungstag. „Uns stimmt glücklich, dass wir nur positive Rückmeldungen auf unser Angebot bekamen“, nennt Dezatkins die Motivation, die die Arbeit leicht gemacht hat.