Neuhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Benjamin Weiß, neuer Leiter der Rehbach-Grundschule: „Es war wie heimkommen“

Schulleiter Benjamin Weiß ist unübersehbar Mario-Fan, und die Plakate in seinem Arbeitszimmer zeugen von einem seiner Lieblingsb
Schulleiter Benjamin Weiß ist unübersehbar Mario-Fan, und die Plakate in seinem Arbeitszimmer zeugen von einem seiner Lieblingsbücher »Der Herr der Ringe«.

Seit August dieses Jahres ist Benjamin Weiß Leiter der Rehbach-Grundschule in Neuhofen. Dort hatte er bereits sein Referendariat absolviert und war als Lehrer tätig gewesen.

Benjamin Weiß (42) ist in der Heidelberger Weststadt aufgewachsen. Seinen Umzug in die Pfalz – der Liebe wegen – sieht er auch beruflich als absoluten Glückstreffer an. Nach dem Studium in Landau kam er als Referendar an die Neuhofener Rehbachschule. „Dort habe ich mich sehr wohlgefühlt; ich traf ein tolles Kollegium und mit Katja Steinmüller-Kraushaar und Sabine Terré eine gute Schulleitung an“, sagt Benjamin Weiß über seine erste Neuhofener Schulzeit. Dennoch wechselte der Pädagoge, der mit seiner Familie in Maxdorf wohnt, 2021 nach Mutterstadt an die Mandelgraben-Grundschule – mit einem Karrieresprung zum Konrektor.

„Dorthin bin ich gerne mit dem Rad gefahren“, erzählt der Bewegungsbegeisterte, der in seiner Jugend Fuß- und Basketball gespielt hat. Deshalb unterrichtet er am liebsten Sport. „Als Grundschullehrer lehrt man ja prinzipiell alle Fächer“, sagt Benjamin Weiß. „Neben Sport gebe ich auch gerne Sachkunde und Deutsch. Mit Musik tue ich mich allerdings schwer – ich habe einfach keine Begabung! Das überlasse ich lieber meinen kompetenten Kollegen“, gibt er unumwunden zu.

Chance zur Veränderung genutzt

Als die Schulleiterstelle in Neuhofen vakant wurde, nutzte er die Chance und kehrte zurück. „Es war wie heimkommen“, erinnert sich Benjamin Weiß an sein Gefühl im letzten Sommer. „Alle haben sich gefreut – von den Kollegen bis zu den Reinigungskräften und dem Hausmeister.“ Doch auch die Stelle seines Stellvertreters war freigeworden. „Dass sie mit Adrian Millutat, meinem früheren Kollegen, besetzt wurde, ist ein weiterer Glücksfall“, freut er sich. Beide haben sie die Vision, die Schule im selben Geist zu leiten wie bisher. „Wir haben eine bilinguale Schule, das heißt, unsere B-Klassen erhalten von der ersten bis zur vierten Klassenstufe Unterrichtsanteile auf Englisch“, erläutert Benjamin Weiß. Zudem gibt es Lernpaten: „Das sind ehrenamtliche Kräfte, die mit Kindern bei Bedarf Lesen üben. Diese Eins-zu-eins-Betreuung ist sehr wertvoll“, sagt der Schulleiter.

„Rektor“ darf er sich übrigens noch nicht nennen, denn nach seiner „funktionsbezogenen Überprüfung“, so heißt das im Amtsjargon, wurde er zunächst mit der kommissarischen Wahrnehmung der Aufgaben eines Rektors betraut. Eine endgültige Ernennung zum Rektor durch die Schulbehörde erhofft er sich im kommenden Jahr. Und schließlich gibt es seit dem Schuljahr 2024/25 das MUS-E-Projekt. „Dafür hat sich unser Bürgermeister Ralf Marohn (FDP) starkgemacht“, berichtet Benjamin Weiß. Dahinter steckt die Idee von Stargeiger Yehudi Menuhin, Kinder mit Künstlern zusammen zu bringen, um soziale und kulturelle Fähigkeiten zu stärken. Geleitet werden die jeweils anderthalb Stunden pro Woche von Künstlern, unter anderem aus den Bereichen Bildende und Darstellende Kunst. „Das lässt sich gut in den jeweiligen Unterricht integrieren, und die Kinder haben Spaß daran, sich auszuprobieren und neue künstlerische Erfahrungen zu machen“, hat Benjamin Weiß beobachtet. Das Projekt MUS-E wird über Spenden finanziert.

Herausforderung betreuende Grundschule

Spannend wird es, wie die Rehbachschule den gesetzlichen Anspruch von Familien mit Erstklässlern auf zusätzliche Betreuung am Nachmittag im kommenden Jahr umsetzen wird. „Dann werden wir definitiv eine vierte erste Klasse mit bis zu weiteren 22 Schülern haben, und es wird eng im Gebäude“, sagt Benjamin Weiß. „Und so eine Ganztagesbetreuung – das ist wie ein Acht-Stunden-Arbeitstag. Aber das sind Sechsjährige, und nicht alle stecken das so einfach weg. Wir müssen da auch an Rückzugsorte für sensiblere Kinder denken“. Hierfür dürfte Benjamin Weiß auf Rückendeckung von der Gemeinde zählen können. Einen „brennenden“ Wunsch hat Benjamin Weiß noch: „Wir brauchen ein Hitze-Management an unserer Schule!“ Bereits in den frühen Morgenstunden klettere das Thermometer auf 30 Grad – zu viel für große und kleine Menschen. „Zum Glück hat mir auch hierfür die Gemeinde Unterstützung zugesichert. Sonst müsste ich öfter hitzefrei geben!“

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