Rhein-Pfalz Kreis Bei Gesamtschule ist „alles im Fluss“

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Mutterstadt. „Wir halten die Dinge im Fluss“ sagen Schüler, Lehrer und Eltern der Integrierten Gesamtschule Mutterstadt (IGS). Mit diesem Leitmotiv starten sie ab heute ihre Projekttage. Ziel und Höhepunkt ist die Präsentation der Projekte am Samstag anlässlich des 20-jährigen Schuljubiläums.

Nicht weniger als 44 Projekte werden an vier Tagen fachübergreifend von 800 Schülern erarbeitet, ihnen gemeinsam ist der Überbegriff „Wasser“. Die Idee zu diesem Thema sei bei einer Lehrerfortbildung entstanden, sagt Gabi Röser. Sie berichtete ihren Kollegen darüber und „bald schwappte sozusagen die Begeisterung über. Aus dem Thema Wasser lässt sich so viel machen“, erkannte die Lehrerin. Ein ganzes Jahr beschäftigte sich fortan ein Team von Lehrerkollegen mit den „Wasser“-Projekten – und die Vielfalt kann sich sehen lassen. Denn die Absicht war, fast alle Schulfächer einzubinden. Entstanden ist ein vielfältiger Mix aus den Bereichen Kunst und Kultur, Sport und Bewegung, Naturwissenschaften oder aus allen Fächern der Gesellschaftslehre. Beispielsweise das „HipHop-Water-Project“. Unter professioneller Anleitung kreieren Schüler einen Tanz, dessen Choreografie auf Wellenbewegungen basiert. Eine andere Schülergruppe produziert zum Thema Wasser einen Kurzfilm. Schüler aus den unteren Klassen wiederum bauen eine Unterwasserwelt aus Pappmaché. Alle 44 Projekte hätten die gleiche Wertigkeit, betonen die Lehrer des Planungsteams unisono. Wichtig sei dabei gewesen, dass jeder Schüler sein Projekt selbst wählen und eigene Ideen einbringen konnte. „Während der Projekttage halten wir regulären Unterricht – nur eben in anderer Form und in anderer Umgebung“, sagt der Lehrer Alfons Otte. Wobei der Begriff „regulärer Unterricht“ nicht ganz korrekt ist – zumindest was die Uhrzeit betrifft. Denn die Schulstunde kann beispielsweise auch abends stattfinden, etwa bei dem „Sternguckerprojekt“. Begleitend werden Zuhörer abends in Fachvorträgen informiert, die alle das Thema „Wasser“ zum Inhalt haben. Auch zahlreiche Eltern der IGS-Schüler haben ihre Mitwirkung an der Projektwoche zugesagt. Ein von Eltern gestaltetes Thema geht etwa der Frage nach: Wie funktioniert eine Kläranlage? Der stellvertretende Schulleiter Andreas Bommer freut sich außerdem, dass die Projekttage von weit gereisten Besuchern begleitet werden. Vier Lehrer aus Ruanda werden mit dabei sein. „Im Rahmen der pfälzischen Partnerschaft zu Ruanda ist es gelungen, einen Gegenbesuch zu organisieren“.

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