DUDENHOFEN RHEINPFALZ Plus Artikel Bauen im Süden statt im Westen

Würde gerne wachsen: Dudenhofen.
Würde gerne wachsen: Dudenhofen.

In der Teilfortschreibung des Einheitlichen Regionalplans Rhein-Neckar wird Dudenhofen für die nächsten 15 Jahre ein Wohnbauflächenbedarf von 8,4 Hektar zugestanden. Nach Abzug der Baulücken und Potenzialflächen im Innenbereich verbleibt ein ungedeckter Bedarf von etwa drei Hektar. Der Ortsgemeinderat hat jetzt entschieden, wo gebaut werden darf.

Das potentielle Baugebiet „Bachäcker“ ist am südlichen Ortsrand, südlich des Speyerbachs, östlich der Berghäuser Straße und derzeit dem Regionalen Grünzug zugeordnet. Die Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, auf ihr stehen Obstbaumzeilen. Sollte sie irgendwann bebaut werden, hält das Planungsbüro Piske die Abgrenzung eines Areals von ungefähr drei Hektar für möglich. Die Planer sehen Anbindungsoptionen an das Ortsstraßennetz über die Anne-Frank-Straße und Sophie-Scholl-Straße. Die Entwässerung könnte analog zum Baugebiet „Links der Berghäuser Straße“ durch Mulden am Speyerbach erfolgen.

Für Jürgen Creutzmann (FDP) haben die „Bachäcker“ einen „Riesencharme“. Allein schon, weil der Kanal von Dudenhofen nach Speyer in unmittelbarer Nähe verläuft. Als Ausgleich strich der Rat die 1998 beschlossene, ebenfalls drei Hektar große Vorratsfläche „West“ aus der Neuaufstellung. Creutzmanns Begründung: „Sie ergibt keinen Sinn, und mehr Flächen bekommen wir eh nicht genehmigt.“

„West“ liegt zwischen Rottstraße und Eichgartenstraße, hätte über die Gommersheimer Straße, Rottstraße oder eine Anbindung an die B39 über zwei Brückenbauten erschlossen werden müssen und grenzt unmittelbar an das Landschaftsschutzgebiet „Rehbach-Speyerbach“.

Jürgen Ofer (CDU) fühlte trotz von ihm kritisierter kurzer Vorlaufzeit keinen unmittelbaren Zeitdruck und wollte sich die Möglichkeit Flächentausch „Bachäcker“ gegen „West“ offenhalten: „Man kann auch später klüger werden.“ Entscheidungsfreudiger war Manfred Duttenhöfer (Grüne): „Es kommt nur eine Neuausweisung der Bachäcker in Frage“, sagte er. Wilhelm Kannegießer (SPD) erinnerte an die Verkehrs- und Entwässerungsproblematik im Fall von „West“ und die Flächenvorgaben des Regionalplans: „In andere Himmelsrichtungen bekommen wir nichts mehr.“

Baulücken schließen

Planungsrechtlich abgesichert ist das Baugebiet „In den dreißig Morgen“. Dazu die Stichworte von Ulrich Villinger vom Planungsbüro Piske: Größe circa 3,8 Hektar, östlich der Ortslage, südlich der Carl-Zimmermann-Straße gelegen, Planung der Erschließung läuft. Erschlossen ist das Baugebiet (0,3 Hektar) auf dem ehemaligen Gärtnereigelände in der Carl-Zimmermann-Straße.

Vorrangig geschlossen werden sollen die Baulücken. In Dudenhofen zählte Villinger 49, addierte deren Gesamtfläche auf 2,7 Hektar. Außerhalb in Neubaugebieten liegen 16 (0,8 Hektar), innerörtlich 33 (1,9 Hektar). Dass Neuerschließungen im Innenbereich schwierig sind, zeigt etwa das Beispiel einer 0,5 Hektar großen Fläche südlich der Gommersheimer Straße und östlich der Rinnstraße. Villinger: „Überwiegend keine Erschließung, derzeit durch Eigentümer blockiert.“ Weiteres Beispiel: 0,7 Hektar östlich der Iggelheimer Straße, südlich der Schillerstraße. Da alle umgebenden Grundstücke bebaut seien, sei die Fläche blockiert.

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