Rhein-Pfalz Kreis Barrierefreie Unterkünfte geplant

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Ludwigshafen. Wenn alles funktioniert wie geplant, nimmt der Wohnungsverband des Rhein-Pfalz-Kreises noch dieses Jahr zwei Neubauprojekte in Angriff: in Mutterstadt und Schifferstadt. Darüber hat Geschäftsführerin Rosemarie Heltewig gestern die Mitglieder der Verbandsversammlung informiert.

Insgesamt könnten 20 neue Wohnungen in den beiden Kommunen entstehen. Die erforderlichen Grundstücke haben die Gemeinde Mutterstadt und die Stadt Schifferstadt dem Verband angeboten. Demnach besteht in der Mutterstadter Bleichstraße 4 die Möglichkeit, ein Gebäude mit acht barrierefreien Wohnungen zu bauen. Der Gemeinderat hat dafür bereits vergangenes Jahr grünes Licht gegeben. Laut Heltewig würden hier 557 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung stehen. Aufgeteilt würden sie in sechs rund 65 Quadratmeter große Wohnungen und zwei 67 Quadratmeter zählende. In direkter Nachbarschaft, nämlich im Anwesen Nummer 6, unterhält der Kreiswohnungsverband schon ein Gebäude mit Mietwohnungen. In Schifferstadt handelt es sich um die Anwesen Am Meisterschlag 1-3. Sie umfassen insgesamt 1843 Quadratmeter. Kann der Verband seine Pläne umsetzen, werden hier zwei Wohnhäuser mit jeweils sechs Wohnungen geschaffen. „Sie würden über einen Laubengang und einen Aufzug erschlossen, sodass alle zwölf Einheiten barrierefrei erreichbar wären“, sagte die Geschäftsführerin. Acht der Wohnungen wären je 60 Quadratmeter groß, vier je 80 Quadratmeter. Entscheidend sei, dass noch dieses Jahr die Baugenehmigung erteilt wird, da diese Voraussetzung dafür ist, Förderanträge zu stellen. Denn ab dem 1. Januar 2016 sei ein Teil der möglichen Fördermittel nicht mehr abrufbar. In diesem Fall wäre das Projekt für den Kreiswohnungsverband gestorben, erklärte sie. Daneben teilte Heltewig mit, dass im zurückliegenden Jahr 2,94 Millionen Euro investiert wurden. Davon entfielen zwei Millionen Euro auf Instandhaltungen, 662.000 Euro auf wertsteigernde und 275.000 Euro auf Modernisierungsarbeiten. Als Beispiel nannte sie die energetische Sanierung der Goethestraße 12 in Altrip. Dort wurden für rund 140.000 Euro die Fassade gestrichen, das Dach erneuert und gedämmt und im Außenbereich zwei neue Garagen gebaut. Mit einer Viertelmillion Euro schlug im Jahr 2014 die Sanierung der drei Häuser in der Limburgerhofer Schillerstraße 23, 25 und 27 zu Buche. Im Frühjahr stellte sich zudem heraus, dass die Balkone bei Nummer 23 und 25 nicht mehr tragfähig waren. Sie seien daher abgerissen und durch Vorstellbalkone ersetzt worden. Heltewigs Angaben zufolge ist dazwischen ein Aufzug geplant, damit in Zukunft je Haus vier Wohnungen barrierefrei zugänglich sind. Darüber hinaus habe es 164 Mieterwechsel im vergangenen Jahr gegeben. Bei dieser Gelegenheit seien in 24 Wohnungen Bad und Heizung erneuert worden. Daneben verabschiedete die Verbandsversammlung den Jahresabschluss 2013. Wirtschaftsprüfer Thomas Aumüller bescheinigte dem Kreiswohnungsverband eine geordnete Vermögenslage, eine positive Ertragslage und eine beanstandungsfreie Buchführung. Der Bilanzgewinn beträgt im Jahr 2012 demnach rund 98.000 Euro. Dieser Betrag soll der freien Rücklage zugeführt werden, hieß es. Der Kreistag hatte bereits Reinhard Roos, Peter Christ und Stefan Veth in den Verbandsausschuss gewählt. Die übrigen Mitglieder wählte nun die Verbandsversammlung: Manfred Scharfenberger, Michael Georg Müller, Ilona Volk und Otto Reiland.

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