Rhein-Pfalz Kreis Bald Essen per Klick?
Künftig könnte an den Grundschulen der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land das Bestellen und Abrechnen des Mittagessens per Internet geschehen. Darüber hat Jürgen Schraut (FWG) den Schulträgerausschuss informierte. Eltern würden dann an ihrem Computer auf den Speiseplan zugreifen, den der jeweilige Caterer ins Netz einstelle, sagte der Beigeordnete.
Sie könnten dann nur an den Tagen bestellen, an denen das Kind den Mittagstisch in Anspruch nimmt, erklärte der Ausschussvorsitzende. Bedenken äußerte Gertraud Kirstein, Schulleiterin in Bockenheim. Sie befürchtet, dass kleinere Anbieter in diesem System kein Angebot machen könnten. Auch dürfe die Qualität des Essens nicht leiden, falls große Firmen den Auftrag bekämen. Mehrheitlich beschloss der Ausschuss, ein digitales Bestell- und Abrechnungssystem prüfen zu lassen. Das Ergebnis soll Schulen und Eltern vorgestellt werden. Zu Beginn des neuen Schuljahres im August 2017 bilden die Grundschulen Kirchheim und Kleinkarlbach einen gemeinsamen Schulbezirk, damit die Räume in beiden Gebäuden besser genutzt werden können. Der Schulträgerausschuss diskutierte nun über die Verteilung der Klassen an den Standorten. Aus Platzgründen ist es nicht möglich, alle vier Jahrgangsstufen an beiden Schulen zu unterrichten: In Kirchheim sind es zu viele, in Kleinkarlbach zu wenige Kinder (wir berichten). Drei Varianten stellte Jürgen Schraut vor. Als zu teuer abgelehnt wurden Container, die rund 32.000 Euro kosten würden. Ein weiterer Vorschlag fand keine Gegenliebe beim Elternbeirat. Einstimmig beschlossen wurde schließlich die Auslagerung der heutigen dritten Klasse – 2017 somit die vierte Klasse – von Kirchheim nach Kleinkarlbach. Dort werde es dann zwei vierte Klassen geben. Schulanfänger aus den Orten Kirchheim, Kleinkarlbach, Neuleiningen, Bissersheim und Battenberg werden im kommenden Schuljahr nur in Kirchheim aufgenommen. Es müsse als nächstes über die Beförderung der Schüler nachgedacht werden, lautete eine Anregung aus dem Gremium. An fast allen Grundschulen in der Verbandsgemeinde wird die Anzahl der Kinder in den nächsten Jahren sinken. Das machte die Verwaltung anhand einer Grafik deutlich. Zurzeit hat die VG 591 Grundschüler. Beigeordneter Schraut wies darauf hin, dass die Grundschule Ebertsheim mit 13 Kindern die größte Anzahl an jungen Flüchtlingen beschult. „Das liegt daran, dass in Ebertsheim viel Wohnraum geschaffen werden konnte“, sagte Schraut. Das Angebot der Betreuenden Grundschule stößt mittlerweile an allen Schulen an seine Grenzen. Die Idee passe in die Zeit und werde gut angenommen, meint die Verwaltung. Sollte jedoch die Nachfrage weiter steigen, müsse man von den Eltern wohl einen Nachweis fordern, dass sie tatsächlich berufstätig sind und somit einen Anspruch auf diese Sonderleistung haben, erklärte der für Schulen zuständige Mitarbeiter Hanns Gauch. |ail