Römerberg RHEINPFALZ Plus Artikel Bahnübergänge: Sperrung bald auch in Berghausen

Bahnübergang in Heiligenstein: Für die Bahn-Mitarbeiter steht dort mittlerweile ein Container.
Bahnübergang in Heiligenstein: Für die Bahn-Mitarbeiter steht dort mittlerweile ein Container.

Die Schranke am Heiligensteiner Bahnübergang ist seit Monaten defekt. Nun ist auch noch eine Sperrung des Bahnübergangs in Berghausen angekündigt. Was ist da los?

Laut der Verbandsgemeindeverwaltung Römerberg-Dudenhofen steht am Bahnübergang Berghausen in der Dudenhofener Straße von Freitag, 22. August, 22 Uhr, bis Montag, 25. August, 5 Uhr, eine Vollsperrung „aufgrund einer dringenden Notmaßnahme“ bevor. Was sich dahinter verbirgt, beantwortet die Pressestelle der Deutschen Bahn auf Anfrage so: Die DB InfraGO saniere dort den Belag des Bahnübergangs, was bereits seit längerem geplant sei. Damit solle gewährleistet werden, dass der Bahnübergang „für viele weitere Jahre ordnungsgemäß für den Straßenverkehr genutzt“ werden kann. „Bei der Baumaßnahme handelt es sich um reguläre Instandsetzungsarbeiten und nicht um eine Notmaßnahme“, stellt die Bahn außerdem klar. Das beauftragte Fachunternehmen habe die Bauarbeiten frühzeitig bei den örtlichen Behörden angemeldet und rechtzeitig eine verkehrsrechtliche Anordnung für die Sperrung für den Straßenverkehr beantragt.

Langwierige Erneuerung

Auch der Bahnübergang im Ortsteil Heiligenstein war in den vergangenen Monaten schon zeitweise komplett gesperrt. Einschränkungen gibt es dort seit Anfang Juni. Seitdem wird die Schranke dort von Bahn-Mitarbeitern, sogenannten Bahnübergangssicherungsposten, manuell geschlossen und geöffnet – was für die Verkehrsteilnehmer mit längeren Wartezeiten verbunden ist.

Die Bahn erklärt auf Anfrage, was vor zwei Monaten passiert ist: „Am 16. Juni beschädigte ein Blitzschlag die Elektronik der Bahnübergangstechnik erheblich.“ Der Bahnübergang habe deshalb in Abstimmung mit dem zuständigen Straßenbaulastträger so lange für den Straßenverkehr gesperrt werden müssen, bis eine Sicherung durch einen Bahnübergangssicherungsposten eingerichtet werden konnte. Einen Monat später gab es noch einmal eine Vollsperrung „wegen lange geplanter Instandhaltungsarbeiten am Gleis und am Fahrbahnübergang“, die nichts mit der ersten Sperrung zu tun hatte.

Container aufgestellt

Wegen des Blitzeinschlags ist laut Deutscher Bahn eine Erneuerung der Bahnübergangstechnik notwendig. Da diese vollständig getauscht werden müsse, seien umfangreiche Abstimmungen unter anderem mit dem Hersteller, dem Eisenbahn-Bundesamt sowie dem Straßenbaulastträger notwendig. „Die Planungs- und Umsetzungsfristen wurden dabei auf ein Minimum reduziert“, beteuert die Bahn. „Die DB InfraGO arbeitet mit Hochdruck an dem technischen Ersatz der Sicherungsanlage.“ Einen konkreten Termin, bis wann die Arbeiten beendet sind, nennt das Unternehmen nicht. Aber dass für die Mitarbeiter vor Ort mittlerweile ein Container aufgestellt wurde, deutet wohl auf einen längeren Zeitraum hin.

Dass die Reparatur der Technik so lange dauert, hat bereits im Juli den Landtagsabgeordneten Michael Wagner (CDU) auf den Plan gerufen, der eine Kleine Anfrage dazu an die Landesregierung gestellt hat. Er führt wachsenden Unmut bei den Bürgern ins Feld und sieht offene Fragen hinsichtlich Kommunikation und Koordination zwischen den beteiligten Stellen. Die Antworten auf Wagners Anfrage decken sich mit jenen der Bahn auf die Anfrage der RHEINPFALZ. Aus Sicht der Landesregierung seien die „Ausführungen plausibel“, heißt es zudem darin.

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